WEKO straft BMW – Leider Lachhaft

Die Wettbewerbskommission spricht eine Strafe von 156 Millionen gegen BMW aus, weil diese den Markt verzerren, indem man beispielsweise Deutschen Händlern verbietet Autos an Schweizer Kunden zu verkaufen. Dass solche Kartell-Methoden eigentlich ein dickes NO-GO sein sollten ist klar... Man kann aber davon ausgehen, dass ein Gericht die Strafe umstösst wie man es schon für die Swisscom gemacht hat.

Nüchtern betrachtet ist die Strafe wenig aussagekräftig und ein einziger massiver, politischer Witz.

Mit der kommenden CO2 Strafsteuer wird dem Direktimport so oder so der Riegel geschoben. Die Problematik mit welcher die lokalen Händler zu beissen haben ist mit einem Schlag weg, denn diese können einen Teil der Strafe umgehen (durch den Gesamtausstoss der Flotte), den Rest direkt auf den Kunden abwälzen und sind somit wieder attraktiver als ein Direktimport. Als Privatperson kann ich nämlich diese Steuer nicht umgehen und bin gezwungen zu bezahlen und wir reden hier nicht über ein paar wenige Franken… Nein, je nach Fahrzeug kann das schon mal 20‘000 Franken oder mehr betragen – ein massiver Aufpreis für keinerlei Verbesserung des Produkts (Die 20‘000 sind ein Extrembeispiel, aber selbst 5‘000 wird ins Gewicht fallen, ausser man kann sich zu den wohlhabenden zählen). Weder die WEKO noch Konsumentenschützer werden hier hellhörig und wenn dann wären sie genauso handzahm wie bei der Diskussion über Benzinpreisabsprachen, ein bisschen warme Luft und das war es dann auch schon. Ein Papiertiger mit so viel Biss wie ein Teddybär.

Anstelle unsere Frustration gegen einzelne Autohersteller zu richten sollten wir diesen besser auf unsere Politiker projizieren, welche brillante Lobbyarbeit für eine Hochpreisinsel Schweiz betreiben.

Ich verstehe die Bemühungen lokale Geschäfte zu stärken jedoch verlieren wir als Kunden mit der kommenden Steuer doppelt. Dies scheint jedoch keinen in der Landesführungs-Liga zu interessieren - warum auch, der Pöbel soll zahlen! Die einzige logische Schlussfolgerung kann demnach nur sein, dass man die künstliche Hochpreisinsel erhalten will und somit das Leben im allgemeinen für die Bürger verteuern will.

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