- Teilweise Verlagerung der Kosten bei einer Managed Care Annahme-

Bei einer Annahme darf man folgendes nicht außer Acht lassen:
In der Schweiz beziehen rund 280'000 Personen zu ihrer AHV- oder IV-Rente zusätzlich Ergänzungsleistungen.

Nach einem ausführlichen Telefongespräch mit einem zuständigen Mitarbeiter des Sozialamtes bestätigte sich meine Überlegung, falls eine Annahme zustande kommen würde. Einen Zwang, in ein Netzwerk zu wechseln, bestünde seitens der EL für einen Bezüger nicht.

Die EL übernimmt den Selbstbehalt von bisher 700 Franken, müsste aber bei einer Annahme die 300 Franken Erhöhung des Selbstbehaltes oder 15% bis auf 1000 Franken auch übernehmen, da es einem EL Bezüger finanziell gar nichts bringt, freiwillig in ein Netzwerk einzutreten.

Man rechne: 280'000 Personen x 300 Franken = 84 Millionen Franken/Jahr!
Ergänzungsleistungen werden durch Steuergelder bezahlt.

Fazit: Die Krankenkassen würden allein von den EL- Bezügern jährlich 84 Millionen einsparen.
Nun fragt sich, ob die 7000 Franken (15% von 7000 = 1050) Arztkosten pro Jahr und Patient überhaupt erreicht werden?

*Krankheiten nach Invaliditätsursachen:

-Psychische Erkrankungen, rund 102'000 (2001) 70'000
-Nervensystem, rund 17'000 (2001) 15'000
-Knochen und Bewegungsorgane, rund 43'000 (2001) 46'000
-Andere, rund 44'000 (2001) 33'000

*nicht alle erhalten Ergänzungsleistungen (108'000)

AHV Rentner, die EL erhalten (172'000) sind nicht erfasst. In dieser Sparte wird die 7000 Franken Grenze mit Spitalaufenthalten und diversen Operationen erreicht.

Wenn nur die Hälfte der EL-Bezüger Arztkosten von 7000 Franken herbeiführen, blieben immer noch 42 Millionen, die dem Bund und den Kantonen, respektive dem Steuerzahler belastet würden. Auch wenn diese Zahl relativ klein erscheint,

wäre das der Sinn & Zweck von Managed Care?

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