Eine gesunde Umwelt

"China investiert viel in eine grüne Wirtschaft und will bis 2030 der grösste Produzent erneuerbarer Energie werden». Wenn das kein Antrieb für uns ist!

Und nicht unrecht hat Willy Geiger, BAFU, wenn er sagt:

Sorglosigkeit ist wohl das treffende Wort, um zum
Ausdruck zu bringen, wie wir in unserem Land in den
letzten Jahrzehnten mit der wertvollen Ressource
Landschaft umgegangen sind und immer noch
umgehen.

Gegen die Ursünde stellten die "Grünen" eine Sicht der Natur des modernen Menschen, die der Sicht von Kindern viel näher ist: die Natur als staunenswerte und zu respektierende Schöpfung, die man nicht beliebig zum Zwecke des Menschen konsumieren kann - so wie die Kaninchen meiner Töchter, denen wir versprechen mussten, die putzigen Kleinen nicht irgendwann einmal nach Erwachsenenart aufzuessen. Die Grünen wurden zu Anfang von den "erwachsenen" Politikern tatsächlich behandelt wie Kinder; man rief sie mit Vorliebe im Parlament zur Ordnung und sie verhielten sich dann auch mit Wonne so. Die Systemtheorie nennt so etwas symmetrische Eskalation. Wie ungezogene Kinder zogen sie sich nicht "anständig" an, benutzten "unanständige Wörter" und verunsicherten die etablierten Politiker nach Strich und Faden mit aus der Pubertät bewährten Methoden. Ihre Versammlungen ähnelten chaotischen Familienfesten, wo sich die Erwachsenen einbilden, etwas zu organisieren, und die Kinder dann alles anders machen.

Inzwischen haben sich die "Ökos" gewandelt, tragen Jackett plus eventuelle Krawatte und die anderen Parteien umwerben sie wie die offensichtlich gut situierte Dame beim Ball der einsamen Herzen. "Die haben ja keine Ahnung von wirklicher Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft und Energiepolitik, das sind ja alles unausgereifte naive Kindereien…", hatte man einst angekündigt. Doch ihre "kindlichen Ideen" von der Natur sind heute keine Kindereien mehr, sondern Gemeingut aller Parteien - als hätte man nie etwas anderes gedacht. Kein Lehrer würde heute noch auf die Frage eines Kindes, was denn mit den ganzen Abgasen geschähe, ob die uns nicht irgendwann einmal die Luft zum Atmen nehmen könnten, beruhigend und mit erwachsener Herablassung antworten, wie es mein Lehrer Anfang der sechziger Jahre tatsächlich tat: "Aber Bruno… Luft ... - davon gibt es doch genug!" Könnte es nicht sein, dass auch andere Sichtweisen von Kindern heute wirklicher sind als die Wirklichkeit, die Erwachsene nach Herrscherart zur einzig ernstzunehmenden Wirklichkeit erklären?

Dass sich der Wert und die Bedeutung einer interessanten Landschaft für die Bevölkerung positiv auf die Lebensqualität am Wohnort auswirken, ist unbestritten, doch anschwellender Flächenbedarf und steigende Bevölkerungszahlen lassen den Wohnungsbau boomen und nicht überbaute Flächen schrumpfen.

Für Interessierte: http://map.bafu.admin.ch/

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