Personenfreizügigkeit: FDP-Mythos entlarvt!

FDP-Präsident Müller behauptet immer wieder, es sei der Familiennachzug mit entsprechend tiefer Erwerbsbeteiligung, welcher einen grossen Teil des Ausländerzuwachses ausmache. Dem ist nicht so. Von 2002-2011 ist sowohl die ständige ausländische Wohnbevölkerung als auch die ausländische Erwerbsbevölkerung gemäss der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) um rund 23% angestiegen. Auch wird aus wirtschaftsliberaler Sicht immer wieder darauf hingewiesen, es würden vor allem hochqualifizierte AusländerInnen zuwandern. Auch das ist ein Mythos. Die Zahl der in Niedriglohnbranchen (Landwirtschaft, Gastgewerbe und Baugewerbe) beschäftigten AusländerInnen stieg von 2002-2011 absolut um 35%, anteilsmässig um 5 Prozentpunkte (von 24,5% auf 29,5%). In den übrigen Branchen stieg die Zahl der AusländerInnen absolut nur um 22%, anteilsmässig nur um 2 Prozentpunkte (von 20,3% auf 22,2%). Wie lange müssen wir uns den FDP-Mythos noch anhören?

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