Cleantech statt Grossgaskraftwerke

Die neusten Berechnungen des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) bestätigen, dass der schrittweise Ausstieg aus der Kernenergie machbar ist. Jetzt gilt es konkret zu werden und der Energiestrategie 2050 den notwendigen Biss zu verleihen.

Nachdem der Bundesrat und die eidgenössischen Räte im letzten Jahr den schrittweisen Ausstieg der Schweiz aus dem Atomstromzeitalter beschlossen haben, beginnt nunmit der Energiestrategie 2050 die Umsetzung. Kürzlich präsentierte der Bundesrat erste Eckpunkte dazu. Dabei zeigte sich auch der Bundesrat überzeugt davon, dass die eingeleitete Energiewende neue Chancen für den Wirtschafts- und Forschungsstandort Schweiz eröffnet.

Gleichzeitig war zu hören, dass bereits für 2020 erwogen werde, in der Schweiz mindestens ein Grossgaskraftwerk zu bauen. Dass würde den prioritär formulierten Zielen-erhöhte Anstrengungen zur Energieeffizienz und zum Ausbau erneuerbarer Energien- zuwiderlaufen. Ganz abgesehen davon, dass Grossgaskraftwerke weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll sind.

Sollte sich die Energiewende in eine ungewollte Richtung entwickeln, hat die SP mit der bereits eingereichten Volksinitiative „Neue Arbeitsplätze dank erneuerbaren Energien“ (Cleantech-Initiative) ein As in der Hand. Sie will mehr Energieeffizienz und Erneuerbare. Der Bau neuer Grossgaskraftwerke lässt sichmit dem Text der Initiative nicht vereinbaren. Denn die Cleantech-Initiativebeinhaltet das Ziel, den Anteil der Erneuerbaren an der Gesamtenergieversorgungbis 2030 auf 50% anzuheben.

Statt Pläne für Gaskraftwerke voranzutreiben, die wir bei richtiger Umsetzung der Energiewende voraussichtlich gar nicht brauchen, gilt es nun Gas zu geben für:

  • Einekonsequente Nutzung aller Möglichkeiten im Bereich der Energieeffizienz undeine aktivere Förderung erneuerbarer Energien.
  • Eine Offensive im Bereich Bildung, Forschung und Innovation im Bereich der erneuerbaren Energien.
  • Eine klare Strategie für die Umsetzung bedarfsgerechter Investitionen in die Strom-Übertragungsnetze.
  • Ein Atomausstiegsgesetz mit verbindlich befristeten Restlaufzeiten für die noch laufenden AKW`s.

Die Energiewende wird nicht gratis sein. Doch mit dem Verzicht auf den ursprünglich geplanten Bau von 3 neuen Atomkraftwerken, haben wir schon mal gegen 30Milliarden eingespart. Setzen wir die ein: Für eine nachhaltige Energiewendeohne Atomrisiko.

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