WM Brasilien 2014 – (K)ein Fest für Alle

Die Fussball-WM vom 12. Juni bis 13. Juli 2014 in Brasilien soll das grösste Fussballfest aller Zeiten werden. Doch von diesem Fest profitieren nicht alle. Im Gegenteil. Vertreibungen, Menschenrechtsverletzungen und Ausbeutung überschatten die Vorbereitungen zur Weltmeisterschaft. Betroffen sind ausgerechnet jene, die bereits jetzt in Armut leben. Doch noch ist es nicht zu spät, dies zu ändern! Die Fifa hätte es durchaus in der Hand, die WM doch noch zu einem Fest für alle zu machen. Wir fordern von der Fifa:

Keine Vertreibungen und Menschenrechtsverletzungen
Über 150'000 Menschen werden wegen der WM aus ihren Behausungen vertrieben. StrassenhändlerInnen fürchten um ihre Existenz, weil WM-Sponsoren exklusive Verkaufsrechte durchsetzen wollen. Gewaltsame Vertreibungen führen zu massiven Menschenrechtsverletzungen. Deshalb fordern wir: Keine Vertreibung von StrassenhändlerInnen und keine «Säuberungen» der Favelas zur Imagepflege.

Keine Ausbeutung für die Fussball-WM
Die Gewinne an der WM dürfen nicht mit Ausbeutung erwirtschaftet werden. Die bisherige Erfahrung zeigt: Auf dem WM-Baustellen in Brasilien herrschen oft prekäre Bedingungen, Fifa-Fanartikel werden teilweise unter ausbeuterischen Bedingungen hergestellt. Deshalb fordern wir: Die Fifa muss für die Einhaltung von fairen Arbeitsbedingungen und für faire Löhne sorgen.

Keine Steuerbefreiung und Sondergesetze für die Fifa
Die Fifa und die WM-Sponsoren (Adidas, Coca-Cola, Budweiser...) weigern sich, ihre milliardenschweren Gewinne in Brasilien zu versteuern. Für die Kosten der WM muss jedoch die brasilianische Bevölkerung aufkommen. Es ist klar wohin das führt: Brasilien wird mit einem Schuldenberg zurück gelassen, Sozialleistungen geraten unter Druck. Letztlich werden die 50 Millionen Armen in Brasilien für die WM bezahlen. Deshalb fordern wir: Alle Profiteure der WM sollen auf ihre Gewinne Steuern bezahlen. Das gilt auch für die Fifa.

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