Hunderte Personen haben trotz Aufforderungen der Armee ihre Waffe nicht zurückgebracht. Die Armee scheint aus ihren Versäumnissen nichts zu lernen.

Anfang 2011 argumentierten der Vorsteher des VBS und die Armeeführung, dass es die Waffenschutz Initiative nicht brauche, da die Armee aus ihren Versäumnissen der Vergangenheit gelernt hätte. Der neueste Armeewaffenmissbrauch im Kanton St. Gallen wirft nun ein schiefes Licht auf diese Aussagen. Eigentlich hätte der Täter gar nicht mehr im Besitz des Sturmgewehrs sein dürfen. Und dies ist kein Einzelfall. Hunderte Personen haben trotz Aufforderungen seitens der Armee ihre Waffe nicht zurückgebracht. Diesen mangelhaften Vollzug begründet die Armee mit fehlenden personellen Ressourcen. Die Ausrede ist geradezu plump und unverantwortlich. Es geht immerhin um Menschenleben. Die Armeeführung hat versprochen, dass sie den Missbrauch mit Armeewaffen präventiv bekämpfen will. Wenn dieses schludrige Vorgehen die Antwort darauf sein soll, ist dies im höchsten Masse ungenügend und gemeingefährlich.

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