Kirche und Kultur: Warum soll ich für etwas zahlen, das ich nicht nutze?

Bei Kirche und Kultur klafft schon längere Zeit eine riesige Lücke zwischen dem Anteil der Zahlenden und dem der Nutzenden. Das kann auf die Länge nicht gut gehen. Ganz schlimm wird es, wenn die Kirchen- und Kulturabstinenten nicht mehr bereit sind, selbst für die Option eines Kirchen- oder eines subventionierten Kulturangebots Steuern zu bezahlen. In dieser Lage befinden wir uns heute.

So ist es zwar verständlich, wenn junge Kulturschaffende neue Wege gehen, nicht Nachahmer sein wollen. Diese müssen aber auch Verständnis haben für diejenigen Leute, die ihren Werken nichts abgewinnen können. Wenn die im Kulturbetrieb engagierten Leute es nicht schaffen, den Leuten, die diesen Kulturbetrieb finanzieren, ihre Werke zu erläutern und - nicht unwichtig - sie dafür sogar zu begeistern, so ist nicht einzusehen, wieso die Mehrheit der StimmbürgerInnen diese Werke unterstützen müssen. Dann sind diese eben ein Hobby der Kulturschaffenden wie jedes andere Hobby. Wenn sie zahlende Kundschaft finden umso besser, aber bitte keine Steuergelder.

Grundsätzliche Reformen sind bei Kultur und Kirche angezeigt: Umfang des öffentlich finanzierten Angebots, Inhalte, Formen, Pädagogik, Organisation und Finanzierung müssen überprüft werden.

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