Beschwerde gegen Regula Stämpfli beim Schweizer Presserat eingereicht

Gestern Samstag, 17. März 2012, habe ich eine Beschwerde gegen Regula
Stämpfli beim Schweizer Presserat eingereicht wegen ihres diffamierenden Meinungsartikels vom 14. März 2012 zum Verkehrsunfall eines belgischen Reisecars in der Rubrik Dschungelbuch auf news.ch.
http://www.news.ch/Belgisation+weshalb+Ungluecke+auch+politisch+sind/533425/detail.htm#comments

Hier der Wortlaut
meiner E-Mail:

Sehr geehrte Damen und Herren
Hiermit erhebe ich Beschwerde gegen Frau Regula Stämpfli, die in ihrer Kolumne in news.ch vom 14. März 2012 "Belgisation: weshalb Unglücke auch politisch sind" im Zusammenhang mit dem Verkehrsunglück eines belgischen Reisecars in verunglimpfender, unethischer Weise Zusammenhänge zwischen dem tragischen
Unfall und der belgischen Politik, bzw. dem belgischen Volk herstellte.
In völliger Verkennung der Zusammenhänge, bzw. einer nochalanten Vermischung von Vorurteilen und anti-belgischen Ressentiments erwähnt sie dabei u.a. den Begriff "Bruxellisation", der in den 1960er und 1970er Jahren geprägt wurde, als Bruxelles einen grossen städtebaulichen Nachholbedarf hatte.
Was dem Fass jedoch den Boden ausschlägt ist ihr PS, das einen höchst abenteuerlichen Bogen vom Carunglück zu Marc Dutroux schlägt.
Ich bitte hiermit den Schweizer Presserat zu prüfen, ob Frau Regula Stämpfli gegen
den Punkt 8 der Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten verstösst, in dem es heisst:
Sie respektieren die Menschenwürde und verzichten in ihrer Berichterstattung in Text, Bild und Ton auf diskriminierende
Anspielungen, welche die ethnische oder nationale Zugehörigkeit, die Religion, das Geschlecht, die sexuelle Orientierung, Krankheiten sowie körperliche oder geistige Behinderung zum Gegenstand haben. Die Grenzen der Berichterstattung in Text, Bild und Ton über Kriege, terroristische Akte, Unglücksfälle und Katastrophen liegen dort, wo das Leid der Betroffenen und die Gefühle ihrer Angehörigen nicht respektiert werden.
Weiter beantrage ich dem Schweizer Presserat, nach dessen Urteil über den Sachverhalt, entsprechende Sanktionen gegenüber Frau Regula Stämpfli
auszusprechen und durchzusetzen.
Lukas Handschin

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