Eingriffe von außen richten in Afrika mehr Schaden als Nutzen an

Die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte, dass sich Entwicklung von außen nicht steuern lässt, werden kaum zur Kenntnis genommen. Eingriffe von außen richten mehr Schaden als Nutzen an und verhindern letztlich eine gedeihliche Entwicklung, die nur selbst-, nicht fremdbestimmt herbeigeführt werden kann. Ohne eine starke Bildungs-und Aufstiegsmotivation in den Ländern gibt es keinen sinnvollen Entwicklungspfad. Der Graben zwischen den wenigen ganz Reichen und den vielen Bedürftigen hat sich in den letzten Jahren skandalös vertieft. Das fördert die Politikerverdrossenheit und trägt auch sicher nicht zu einem friedlichen Afrika bei.Schade, dass Entwicklungshilfe-Lobbyisten immer noch die Meinungsbildung in den Parlamenten beeinflussen können. Mehr kritische Nachfragen würden den Bedürftigen in Afrika wirklich weiterhelfen.

Mit der höheren Moralität des eigenen Standpunktes wird begründet, dass die wohlhabenden Länder eine Verpflichtung haben die Entwicklung der ärmeren Länder voranzubringen. Inzwischen gibt es aber auch zahlreiche Afrikaner die die Verlogenheit der florierenden Hilfsbranche anprangern, die die passive Lebenseinstellung von Bedürftigen und Politikerverdrossenheit eher noch fördert. Zahlreiche karitative Organisationen suchen in Afrika ihre Daseinsberechtigung und ihr materielles Auskommen.
Volker Seitz, Autor "Afrika wird armregiert"

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