Rentner, deren Rente zum Leben nicht ausreicht, haben Anspruch auf Ergänzungsleistungen. Dies klappt in der Regel auch anstandslos, nicht so im Kanton Freiburg.

Wer AHV- oder IV-Rentner ist und dessen Rente zum Leben nicht reicht, der hat Anspruch auf Ergänzungsleistungen. Die Ergänzungsleistungen sind ca Fr. 300.— höher als Fürsorgeleistungen nach den SKOS-Richtlinien. Sie werden von der Ausgleichskasse entrichtet. In der Regel funktioniert das auch problemlos. So auch die Vergütung von Selbstbehaltsrechnungen der Krankenkasse bis maximal Fr. 1‘000.— pro Jahr. Nicht so im Kanton Freiburg. Wer im Kanton Freiburg Anspruch auf Ergänzungsleistungen hat, wartet Monate darauf, bis sein erster Anspruche ausbezahlt wird. Ueberlastung und mangelndes Personal wird als Grund dafür angegeben, dass die angemeldeten Ansprüche auf Ergänzungsleistungen liegen bleiben. Dem Rentner bleibt oft nichts anderes übrig, als dann beim Sozialamt um Unterstützung zu bitten, wo ihm bis zur Auszahlung der Ergänzungsleistungen das Existenzminimum, allerdings nur bis zur Höhe der SKOS-Richtlinien vorgeschossen werden. Obwohl dieser Zustand schon seit Jahren andauert, hat die Freiburger Regierung bis jetzt nichts unternommen, diesen unbefriedigenden Zustand zu beheben. Auch den örtlichen Parteien kümmert diese unbefriedigende Situation offenbar wenig. Ich meinte, es ist an der Zeit, dass nun die Freiburger Regierung endlich tätig wird. Auf den Angestellten der Ausgleichskasse des Kantons Freiburg liegt seit Jahren ein zu hoher Arbeitsdruck. Zudem sind Fürsorgeleistungen zwar als Ueberbrückungshilfe ausgelegt, mögen jedoch nicht alle anfallenden Kosten des täglichen Lebens eines Rentners zu decken. Manch einer kommt gerade mit den Selbstbehaltsrechnungen der Krankenkasse in Schwierigkeiten. Zudem kommt der Umstand, dass einem Rentner der schmähliche Bittgang auf die Fürsorge nicht mehr zugemutet werden sollte.

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