Linksgrüne Politiker schädigen mit pseudo- – umweltfreundlichen Umverteilungsmassnahmen unsere Landesentwicklung.

Mit der ab dem 01.07.2012 geltenden neuen CO2 Emissionsvorschrift geht’s den Direktimporteuren von Nischenfahrzeugen an den Kragen, weil nicht eine ganze Fahrzeugpalette bewirtschaftet werden kann. Ihr Angebot verteuert sich erheblich.

52.3% aller Personen in der Schweiz besitzen ein Auto. Gemäss des Verbandes Auto-Schweiz und aktuellen Schätzungen der Handelszeitung setzt die Branche hierzulande fast 94 Milliarden Franken um, und beschäftigt somit ein Vielfaches mehr an Menschen als alle öffentlichen Verkehrsbetriebe zusammen. Neue Steuern und Einschränkungen sollen diesem wichtigen Wirtschaftszweig einen Riegel schieben.

Von vielen Arbeitnehmern wird heutzutage eine grösstmögliche Flexibilität und Mobilität erwartet. In grossen Betrieben beispielsweise arbeitet man heute in Bern, morgen in Zürich und übermorgen in Basel; selten jedoch vis-a-vis dem Hauptbahnhof. Um nicht als Zigeuner mit Wohnwagen dem Arbeitsplatz hinterher zu ziehen, ist eben das Pendeln angesagt.

Wohnt man aus Gründen der Lebensqualität oder aus finanziellen Überlegungen auf dem Lande, ist die Benutzung des öffentlichen Verkehrs zum Arbeitsplatz nicht nur eine zeitliche Zumutung. Überfüllte Züge und Busse am Leistungslimit, mehrere Umsteigestationen oder Ausfälle verdoppeln die Reisezeit. Deshalb benutzt die Mehrheit das private Auto von Tür zu Tür, und lässt sich im Stau lieber vom Radio berieseln als im Zug wie ein Hund auf der Treppe zu sitzen.

Doch nun wird die Milchkuh Auto ein weiteres Mal angezapft, um die Mittel für den Ausbau vor allem der Kollektivtransportmittel zu beschaffen. Mit der Steuer auf Treibstoffe wären alle heutigen und zukünftigen Strassen finanziert; nur wurden diese Mittel eben nicht zweckgebunden für andere Dinge ausgegeben. Deshalb soll die Vignette teurer, und auf dem Treibstoff sollen neue CO2 Steuern erhoben werden, gleichzeitig schwärmt CVP BR Leuthard von neuen Gaskraftwerken. Steuerliche Abzüge für das Pendeln sollen limitiert werden, die Parkraumbewirtschaftung wird als einträgliche Steuer schon lange genutzt. Auch das verfassungswidrige „Roadpricing“ wird dennoch heftig diskutiert.

Das Bundesamt für Statistik attestiert dem Strassenverkehr für das Jahr 2009 einen Überschuss von 990 Millionen Franken, also einen Deckungsgrad von 113%. Der für die Minderheit aller Pendler relevante Schienenverkehr ist als defizitäre Institution vom Strassenverkehr zu subventionieren, und somit die Kosten dafür indirekt bei den Autofahrern einzutreiben. Als Besitzer eines GA reist man dafür noch immer zum „Flat Tax“ Tarif unbeschränkt durch die Schweiz, und verrechnet somit dieses Vergnügen indirekt dem Autofahrer. Von den Schwarzfahrern einmal ganz abgesehen.

Obwohl der Schweizer Wald in den 80ziger Jahren nicht verstorben ist, unsere Autos und Lastwagen von Jahr zu Jahr umweltfreundlicher werden, demontieren unsere linksgünen Politiker mit fragwürdigen Begründungen diese hierzulande riesige Branche. Selbst an „zero emission“ Elektrofahrzeugen finden diese Leute nichts erfreuliches, wahrscheinlich weil es zu wenig kollektiv ist.

Somit fordere ich die Senkung der Mineralölsteuer bis zum Selbstfinanzierungsgrad der Strassenkosten, sowie den Stopp der Quersubventionierung des öffentlichen Verkehrs.

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