Der Oberaargau hat gute Voraussetzungen, um eine starke Identität zu entwickeln, die sich in Bern positiv auswirkt.

Auch in dieser Debatte wird davon gesprochen, dass der Oberaargau keine Identität habe. Und die Oberländer uns hier voraus sind. Ich sehe das nicht so. Wir haben gute Voraussetzungen unsere Oberaargauer Identität zu entwickeln. Mit Langenthal als Zentrum, das aber die Subzentren Niederbipp, Herzogenbuchsee und Huttwil und die ländlichen Gemeinden braucht. Dieser Blickwinkel fehlt einigen Polikern hüben wie drüben noch.

Zudem müssen so genannte Projekte auch gemeinsam erarbeitet werden, damit sie von allen getragen werden können. Man kann nicht alleine einen Wettbewerb für ein Oberaargauer Wappen lancieren und dann erwarten, dass alle anderen politischen Parteien jubeln hinterhermarschieren. Sololäufe dienen der eigenen Profilierung. Die Wahrung regionaler Anliegen muss gemeinsam geschehen.

Das gleiche Problem hat der Autobahnzubringer Oberaargau. Ein Projekt aus der Mottenkiste unserer regionalen Politik. Die Meinungsführer der Wirtschaft und mit ihnen die bürgerlichen Parteien verkaufen dieses Projekt seit Jahren als DAS Projekt, das dem Oberaargau den Wachstumsschub geben könnte (das wäre sicher vor 30 Jahren so gewesen, heute will niemand mehr mehr Verkehr). Die Meinungsführer kamen nie auf die Idee aktiv auf die Umweltorganisationen zu zugehen und zusammen mit diesen einen Vorschlag zu erarbeiten. Man ist dann erstaunt, dass nicht alle hinter dem "alten" Projekt stehen. Da sind uns wohl die Oberländer wirklich voraus.

Damit die überparteilichen Gespräche funktionieren und wir gemeinsame regionale Projekte für den Oberaargau in Bern vertreten können, werde ich mich einsetzen und aktiv beitragen, dass der Oberaargau eine starke Identität erhält. Schon vor über 10 Jahren habe ich in einer Kolumne zugegeben, stolz Oberaargauer zu sein.

11 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.


Mehr zum Thema «Raumplanung»

zurück zum Seitenanfang