Gemeinsame Standaktion: Jungfreisinnige Biel-Seeland und JSVP Biel-Seeland gegen die Buchpreisbindung und für den Bürokratie-Abbau

Sehr geehrte Leserinnen und Leser

Kurz vor den Abstimmungen vom 11. März setzen sich die Jungfreisinnigen Biel-Seeland und die Junge SVP Biel-Seeland mit geeinten Kräften gegen die Buchpreisbindung ein.

So haben wir heute, dem 03.03.2012, in der Nidaugasse in Biel, dem Wirtschafts -und Einkaufszentrum Biels, das erste Mal überhaupt eine gemeinsame Standaktion durchgeführt. Die zweite Standaktion gegen die Buchpreisbindung wird kommenden Donnerstag an selber Stelle stattfinden.

Wir konnten während dem Verlauf des Vormittags und Mittags mehrere hundert Flyer gegen die Buchpreisbindung verteilen, auch der ex-Libris zeigte sich interessiert und bot uns an, ein Plakat an der Eingangstür zu befestigen und Flyer in Form von Buchzeichen entgegenzunehmen und diese den Kunden mitzugeben.

Erfreulicherweise haben sehr viele Passanten den Rückmeldungen zu Folge bereits abgestimmt. Das aus den Umfragen resultierende Ergebnis widerspiegelte sich nicht sehr klar auf der Strasse: Ein grosser Teil hat bereits das Wahlcouvert abgeschickt und gegen die Buchpreisbindung gestimmt. Trotzdem gaben auch einige Passanten lächelnd Preis, dass Sie bereits abgestimmt hätten, "aber nicht so" (mit Blick auf unsere Flyer).

Auch konnte ich nicht wirklich eine starke Werbekampagne für die Buchpreisbindung ausmachen. Das subjektive Empfinden stimmt also nicht direkt mit den Umfragen überein.

So wie die momentane Konstellation aussieht (48% dafür, 39% dagegen, 13% unentschlossen) ist davon auszugehen, dass die Buchpreisbindung wohl wieder eingeführt wird. Dies gilt es mit aller Kraft zu verhindern und zwar gemeinsam. Und genau das werden die Jungfreisinnigen Biel-Seeland und die JSVP Biel-Seeland auch kommenden Donnerstag wieder tun.

Ein Preiskartell und ein Preisdiktat kann der Buchmarkt schlicht und einfach nicht gebrauchen und würde es wohl auch nicht lange vertragen, denn bereits heute ist der Druck vom Ausland und aus dem Internet (Onlinehandel/E-Books) extrem hoch. Die Wiedereinführung der Buchpreisbindung wäre quasi der Todesstoss. Wenn man nämlich die Game-Industrie betrachtet, so muss man feststellen, dass sich innerhalb von nur gerade mal 2 Jahren das Blatt komplett gewendet hat:

Im Jahr 2009 dominierten die Spielkonsolen von Sony und Nintendo den US-Markt mit einem Anteil von 81 Prozent, die Smartphone-Spiele kamen gerade mal auf 19 Prozent. Im 2010 betrug das Verhältnis noch 66 zu 34 Prozent. Im letzten Jahr hat sich das Blatt gewendet: Die klassischen Spielkonsolen verfügen über einen Marktanteil von 42 Prozent, mit 58 Prozent standen die Smartphone-Spiele an der Spitze.

Selbes oder Ähnliches könnte auch mit dem Buchmarkt passieren. Die Buchpreisbindung wird diesen Trend leider massiv verschnellern (da die Bücher online / E-Books im Verhältnis noch günstiger werden). Eine Ablehnung der Buchpreisbindung würde den Übergang wohl etwas sanfter gestalten.

Ich möchte an dieser Stelle auch noch auf die "Bürokratie-Stopp" Initiative der FDP verweisen, welche momentan ebenfalls (zwar noch in der Phase der Unterschriftensammlung) einen eher schweren Stand hat. In den letzten bzw. nächsten paar Wochen fehlen noch rund 10'000 Unterschriften. Erfreulicherweise konnten "wir" (gern geschehen, FDP ;) ) an der Standaktion ebenfalls ein paar Unterschriften von Passanten ergattern. Hier gelangen Sie zur Webseite der Initianten.

Ich erhoffe mir auf lokaler Ebene weiterhin solch sinnvolle und interessante überparteiliche Events, wo man eigentlich sehr gut sieht, dass die Differenzen zwischen FDP und SVP in vielen sachpolitischen Bereichen nicht so unterschiedlich sind, wie man aus den Medien meinen könnte.

Das Parteigeplänkel der "Grossen" spielt hier in der Sachpolitik überhaupt keine Rolle. Für gemeinsame Interessen darf man sehr gerne auch einmal überparteilich zusammenrücken und gemeinsam für diese Interessen kämpfen.

0 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.


Mehr zum Thema «Abstimmungen»

zurück zum Seitenanfang