Unten wegnehmen, oben verteilen: Nein sagt der VPOD

Stellungnahme zur Motion 11.4049 „Lohnentwicklung im Bundespersonalrecht“

Die Motion „Lohnentwicklung im Bundespersonalrecht“ schlägt vor, die bisherige leistungsabhängige aber verlässliche Lohnentwicklung durch ein willkürliches System zu ersetzten: Nur noch Top-Leute mit Entwicklungspotential sollen Anspruch auf Lohnerhöhung haben, dafür dürfe es für diese keine maximale Limite von 5% mehr geben.

Schon das jetzige Lohnsystem des Bundes führt dazu, dass bei den oberen Kadern kräftig Lohnerhöhungen und Prämien verteilt werden, während bei der Sekretärin und der Putzfrau die Beurteilungen schlechter ausfallen und deshalb bei Lohn und Prämien weniger passiert.

Die Arbeit in der Bundesverwaltung ist in den meisten Fällen nicht quantitativ messbar wie die Anzahl verkaufter Kühlschränke durch einen Kundenberater. Leistungsbeurteilungen in der Verwaltung sind von subjektiven Einschätzungen durch Vorgesetzte abhängig. Das Leistungslohnsystem sollte deshalb eher abgebaut statt noch weiter ausgebaut werden.

Kurz: Wir brauchen kein neues Lohnsystem in der Bundesverwaltung, bei dem sich die Lohnschere zwischen hohen und niedrigen Einkommen noch mehr auftut und bei welchem die Lohnentwicklung willkürlich wird.

Christof Jakob, Gewerkschaftssekretär VPOD Bundespersonal
www.bundespersonal.ch

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