Serbien: Flüchtlingsland und gleichzeitig Topkandidat für die EU ?!

Sehr geehrte Leserinnen und Leser

Offensichtlich sind die Technokraten in Brüssel lernresistent. Das ist nichts Neues. Doch wenn man das Ausmass der Griechenland-Katastrophe (erst vor ein paar Tagen wurde ein neues Hilfspaket mit läppischen 130 Milliarden beschlossen) immer noch nicht erkannt hat, dann muss man ernsthaft an den Fähigkeiten der EU Abgeordneten zweifeln.

Man schiebt regelmässig über 100 Milliarden nach Griechenland, obwohl das Land selbst "nur" im einstelligen Milliardenbereich sparen muss und wohl nicht einmal das bewältigen wird: Die Griechen haben keine Lust Steuern zu bezahlen und zur Abwechslung einmal hart zu arbeiten, um aus der selbst verschuldeten Krise herauszukommen. Man ist sich das angenehme Leben als träumender Beamter gewohnt und wird jetzt brutal in die Realität zurückgeholt.

Aber offensichtlich kann man in Brüssel nicht 1+1 zusammenzählen: Nun will man neuerdings auch noch Serbien in die EU aufnehmen. Damit wäre die EU in ein paar Jahren um ein weiteres äusserst finanzschwaches Land "reicher" - schon wieder. Die Erweiterung der Personenfreizügigkeit auf manche Ostblockstaaten ist ja bereits zur Realität geworden. Mit jedem finanzschwachen Land mehr in der EU, wird unmittelbar auch die Einwanderung in die Schweiz durch die PFK früher oder später ausschlagen.

Das Ganze erinnert schwer an die Swissair
Man kauft sich aus Gier die verschiedensten "Organisationen" zusammen et voilà. Doch so einfach ist das eben nicht. Die EU ist dem Untergang geweiht, wenn sie in diesem Stil weiterfahren wird, genauso wie es bei der Swissair der Fall war. Damit ist die Geschichte aber nicht zu Ende. Wenn die EU Serbien aufnehmen will, dann ist das deren Problem, könnte man meinen. Nicht ganz: Durch die resultierenden immer grösser werdenden finanziellen Probleme würde auch wieder die Schweiz betroffen sein. Es kommt aber noch dicker.

Die Schweiz verzeichnete 2011 1'217 Asylgesuche aus Serbien.
Unfassbar! Entweder läuft bei unserem Asyl(un)Wesen etwas gewaltig falsch oder die EU hat komplett den Verstand verloren. Hier ist wohl beides der Fall. Man kann sich nach dem Lesen solcher Nachrichten in den Medien an diversen Beiträgen (ausschliesslich von Linken) hier auf Politnetz köstlich amüsieren.

So behauptet NR Cédric Wermuth in einem Politnetz-Beitrag "Die gängige Griechenland-Lüge" dass die Griechen sogar mehr arbeiten als wir Schweizer: Nämlich 44.3 Stunden pro Woche, wir arbeiten im Schnitt da nur 42 Stunden. Das mag stimmen, doch das bringt überhaupt nichts, wenn man sich durch Möglichkeiten zum Vorruhestand zwischen 55 und 60 in Pension gehen kann.

Steuern bezahlen ist für viele Griechen auch etwas komplett neues und ohne Korruption lief vielerorts nichts. Griechenland ist/war der Beamtenstaat par-excellence. Natürlich sind auch die Banken am Absturz Griechenlands mitschuldig, da hat Herr Wermuth recht.

Auch der Beitrag von NR Eric Nussbaumer "HOFFNUNG: Zum Glück ist der EU-Beitritt nicht vom Tisch!" ist äusserst amüsant. Täglich hört man von Schulden, Wirtschaftskrisen, Hilfspaketen, Ausschreitungen in Athen, Spannungen zwischen EU-Ländern und trotzdem gibt es immer noch Politiker, welche am liebsten in dieses Chaos reinhüpfen würden. Man hat das Gefühl, die kleine Schweiz könne in Brüssel mit ihren paar Sitzen mitbestimmen und den Laden wieder auf Trab bringen. Davon kann kaum die Rede sein. Wir würden nicht mitbestimmen, sondern mitbezahlen und zwar einen beträchtlichen Anteil.

Fazit: Mit jeder Hiobsbotschaft aus der EU wird die Haltung der EU-Kritiker bestätigt. Die EU reitet sich selbständig immer wie mehr immer wie tiefer in den "Sumpf der Katastrophen", aus welchem sie aus eigener Kraft nicht mehr heraus kommt. Die EU wird früher oder später in ihren eigens geschaffenen Problemen versinken...

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