Menschlichkeit - Was sich überhaupt sagen läßt, läßt sich klar sagen; und wovon man nicht reden kann, darüber muß man schweigen

Viele Worte, die geschrieben und gelesen werden. Tagtäglich. Einige auch von mir. In letzter Zeit. Hier. Da und dort. Doch, zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust und manchmal würde ich gerne - einfach schweigen. Ein kurzer Text vermag vielleicht zu sagen, wofür die Worte fehlen.

Vor einigen Jahren schlenderte ich frohen Mutes durch die Bahnhofstrasse in Zürich. Die vielen Menschen, die unterwegs waren - rennend, hastend, lachend, lächelnd, bittend oder bettelnd - inspirierten zu folgenden Zeilen:

Glanzlichter - durch’s Netz gefallen

„Warum?“ fragst du.
„Warum fragst du mich?“

Keine Ahnung! Es fällt ab und zu etwas zu Boden.
An der Bahnhofstrasse in Zürich. Mal dies, mal das.
Ein 20 Cent Stück, ein 50 Rappen Stück. Ein Wort.
Es fällt und gefällt und sie fallen. Viele Worte fallen.
In der Strasse am Bahnhof, in Zürich.

Geldstücke. Glanz. Ruhm.

Dumpf fällt es auf das Pflaster. Dieses und jenes.
Zwischen die Fuge eines Kanaldeckels. Manchmal.
In der Bahnhofstrasse. Sickert in die Tiefe. Immer tiefer.
Grenzenlos und dumm und dümmer fliesst es.
Von einer Hand in die andere. Irgendwohin.
Und zwischendurch fällt etwas auf den Boden.

„Warum und weshalb?“ fragst du mich.
„Keine Ahnung!“

Lieben Dank für die vielen lehrreichen Beiträge, die zu einem besseren und tieferen Verständnis menschlichen Denkens und Handelns beitragen - und die mithelfen, jenes Weltbild, das Menschen weltweit kreieren, mit einem Lächeln zu quittieren

2005/2012 - Edith Schuler

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