Die strikte Koppelung von Entwicklungszusammenarbeit mit Kooperation im Asylbereich straft nur die Bevölkerung, der wir helfen sollen, nicht die Regierung.

Wie weit wer war zwingend miteinander verknüpfen will in den Bereichen Entwicklungsarbeit und Kooperation bei der Rückschaffung abgewiesener Asylsuchender, das ist mir aufgrund der Zeitungslektüre trotz knackigem Titel (Keine Kooperation, kein Geld) noch nicht wirklich klar.
Klar aber ist: Wenn die Entwicklungszusammenarbeit zwingend an eine Kooperation der betreffenden Regierung gekoppelt ist, straft das bloss die dort lebende Bevölkerung. Die Regierung dagegen wird kaum darunter leiden.

Natürlich sollen und werden weiterhin in bilateralen Kontakten mit Ländern auch heikle Punkte angesprochen werden müssen. Dazu gehören Menschenrechte für die Bevölkerung, dazu gehören auch Interessen der Schweiz wie die Rücknahme abgewiesener Asylsuchender. Eine strikte Koppelung wäre aber kontraproduktiv. Wenn wir nicht mithelfen, die Situation und das Leben vor Ort zu verbessern, trägt dies im schlimmsten Fall sogar dazu bei, dass mehr Leute unter grossem Aufwand und oft Gefährdung des eigenen Lebens in Europa nach einer besseren Zukunft suchen.

27 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.