Schluss mit der Diskriminierung von Eltern, die ihre Kinder selber betreuen!

Als SVP-Grossrätin habe ich schon 2006 im Kanton Bern einen Vorstoss gemacht für Steuerabzüge für jedes Kind und nicht nur für Kinder, die in einer Krippe betreut werden. Denn dies ist eine Diskriminierung derjenigen Familien, die ihre Kinder selbst betreuen. Doch diese Motion passte den anderen Parteien aus verschiedenen Gründen nicht.
Denn seit Jahren versuchen linke Politikerinnen und Politiker einen Ausbau einer flächendeckenden, vom Staat finanzierten, familienexternen Kinderbetreuung zu erzwingen. Dies entspricht aber keineswegs den Vorstellung der SVP von einer Stärkung der Familien. Deshalb brauchte es dringend diese eidgenössische Familieninitiative.
Die Zeit wurde reif für die Forderung einer steuerlichen Entlastung auch derjenigen Familien, die ihre Kinder selbst betreuen. Durch die Finanzkrise wächst die Einsicht in der Schweizer Bevölkerung, dass nicht das Geldscheffeln, also das Materielle, dem Leben einen Sinn gibt, sondern dass das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Familie seinen unvergänglichen Wert hat.
Nur politische Parteien wie die SP und die FDP, sowie einige EVP-Exponenten propagieren mit Vehemenz ihr Familienmodell, wonach beide Elternteile in den Arbeitsprozess eingespannt werden sollten. Sie erhoffen sich damit mehr Steuereinnahmen und durch die Fremdbetreuung der Kinder mehr Arbeitsplätze. Beide Forderungen sind aber verwerflich, denn sie berücksichtigen vor allem materielle Interessen der Erwachsenen und zielen an den Bedürfnissen und den entwicklungsbedingten Begebenheiten im speziellen an denjenigen der Vorschulkinder vorbei.
In den ersten sieben Lebensjahren braucht das Kind viel Zeit für sich, aber auch Zeit, welche die Eltern ihm schenken, damit es sein Selbstbewusstsein, sein Selbstvertrauen, aber auch die Beziehungsfähigkeit aufbauen kann. Als Co-Präsidentin des Berner Komitées "Ja zur Familieninitiative" und begeisterte vierfache Mutter werde ich in den nächsten Wochen auf der Strasse Unterschriften sammeln für dieses wichtige Anliegen. Seit Ihr auch dabei!?

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