Neuer Mittelstandsbericht des EFD gibt es wirklich die Lohnschere ? wo Leben die Reichsten und wo die Ärmsten in der Schweiz

Im Bericht vom 9.2.2012 des EFD wird aus Sicht der Bundessteuer die Verteilung der Steuerbareneinkommen (Steuerbarerertrag+Abzüge für Kinder und unterstützte Personen, Abzüge für Versicherunsprämien, Zweitverdiener Abzug).

Zusätzlich wurde ein Faktor ermittelt für Familien und die Kinder damit man Einzelverdiener vergleichen kann.

Da Pensionskasseneinkäufe und Haussanierungen nicht aufgerechnet wurden werden wohl einpaar Reiche in den armen Statistik erscheinen und ein paar Arme beim Mittelstand erscheinen.

Auch Sportler die (Federer und co.) die ihre Spielgelder im Auslandversteuern müssen werden wohl das Bild auch verfälschen.

Die Durchschnittliche Einteilung 20% Arme, 60% Mittelstand und 20% Reiche.

Wie hat sich der Mittelstand entwickelt?

Die Langfristige Betrachtung ist hier intressant
2001 bis 2008 Entwicklung des % Anteils am Gesamten Reineinkommen.

Bei den Untersten Einkommen hat sich praktisch nichts verändert (-0.2%) 2,4%

Der Mittelstand hat gegenüber 2001 1,8% verloren und ist bei 50,4%
Die Reichen sind gewachsen um 2%

Selbst die Hochverdiener in der Pharma oder Banken haben hier keine grossen Einfluss. Da es sich hier im einen Lohnvergleich handelt nicht Vermögens.

Wie schon von einen Professor der Uni Basel in der Arena erwähnt hat die Schweiz kein Problem mit der Lohnschere sondern die USA, diese neue Statistik gibt ihm Recht.

Wo leben die Reichsten? Wo leben die Ärmsten?

Es gibt ein Nord - Süd Gefälle, das ist intressant: in Wallis, Tessin und Graubünden leben die meisten armen Steuerpflichtigen.

Im Kanton Zug wohnen die Reichsten mit 32% und nur 15% Arme und am meisten Arme leben im Vallis mit 32% und nur 11% Reiche.

Bundessteuer Reichtumssteuer?

Ja, denn 80% der Steuerpflichtigen bezahlten 2007 13,8% der gesamten direkten Bundessteuer (14.08%). Die Restlichen Steuerpflichtigen bezahlten 85,92% der direkten Bundessteuer

Wer profitiert am meisten von den Steuerabzügen?

Der Mittelstand profitiert am meisten von den Steuerabzügen, nicht etwa die Reichen somit würde eine Bausparinitiative klar dem Mittelstand helfen und nicht den spitzen Managern in der Banken und Pharmawelt.

Fazit die Panik mache gewisser politischer Kreisen, dass der Arbeiter in der Schweiz schlecht lebt, kann mit der neuen Statistik nicht belegt werden. Da es sich um Steuerzahlen handelt, kann man sagen dass es zwischen den Reichsten und Ärmsten keine grossen Verschiebungen im Einkommen zwischen 2001 und 2008 statt gefunden hat. Da 20% der Steuerzahler über 85% der Bundessteuern zahlen braucht es auch keine neuen Lenkungssteuern.

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