Nein zur Zweitwohnungs-Initiat​ive

Am 11. März stim­men wir über die In­itia­tive „Schluss mit dem ufer­lo­sen Bau von Zweitwohnungen“ ab. Die In­iti­an­ten wol­len den An­teil an Zweit­woh­nun­gen auf starre 20% beschränken. Ich gehe mit den In­iti­an­ten ei­nig, dass wir Sorge tra­gen müssen zu un­se­rer schönen Land­schaft. Sie darf nicht übermässig von oft leer­ste­hen­den Zweit­woh­nun­gen überbaut wer­den. Ich finde es sinn­voll, wenn wenig be­nutzte Zweit­woh­nun­gen ver­mie­tet wer­den.

Im heu­ti­gen neuen Raum­pla­nungs­ge­set​z wurde die­ses An­lie­gen be­reits auf­ge­nom­men und um­ge­setzt. Das Ziel des Ge­set­zes ist mehr Ho­tel­le­rie und eine bes­sere Aus­las­tung der Zweit­woh­nun­gen. Die Ge­mein­den müssen bis 2014 Mass­nah­men zur Beschränkung des Zweit­woh­nungs­baus auf­zei­gen, an­sons­ten dürfen sie keine Zweit­woh­nun­gen mehr be­wil­li­gen. Das ist sehr strikt für die Ge­mein­den. Ich lehne die In­itia­tive ab, weil sie ein Ein­griff in die Ge­mein­de­au­to­no­m​ie ist, wel­che ein wich­ti­ger Be­stand­teil un­se­rer di­rek­ten De­mo­kra­tie ist.

Die Um­set­zung der In­itia­tive braucht einen rie­si­gen Kon­troll­ap­pa­rat und er­zeugt viel Bürokratie. Lo­kale Mass­nah­men grei­fen bes­ser. So ver­teilt zum Bei­spiel Zer­matt Kon­tin­gente und Sil­va­plana im En­ga­din er­hebt eine Len­kungs­ab­gabe auf nicht ver­mie­tete Woh­nun­gen. Oft ist eine Ge­meinde auch gar nicht daran Schuld, dass sich der An­teil der Zweit­woh­nun­gen vergrössert – etwa wenn Ein­woh­ner ab­wan­dern und ihr Haus als Fe­ri­en­haus wei­ter­hin be­hal­ten. Lei­der pas­siert das immer öfter. Auch in den Tou­ris­mu­sor­ten hat ein Um­den­ken statt­ge­fun­den zu­guns­ten un­se­rer Land­schaft.

Das neue Raum­pla­nungs­ge­set​z erfüllt das An­lie­gen der In­iti­an­ten weit­ge­hend. Des­halb stimme ich Nein zur Zweit­woh­nungs­-I­ni​­tia­ti­ve.

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