Die Schweiz braucht keine Luftwaffe – im Ernstfall ist die Luftwaffe nicht kriegsentscheidend.

Ein flüchtiger Blick in die Geschichtsbücher zeigt, dass die Luftüberlegenheit nicht kriegsentscheidend ist.
In keinen der grossen Kriege der letzten 50 Jahre war die Luftüberlegenheit kriegsentscheidend. Sogar das Gegenteil trifft zu – die Konfliktpartei, die über keine, oder eine zweitklassige Luftwaffe verfügte, ging als Siegerin aus dem Konflikt hervor.

Vietnamkrieg: USA Luftüberlegenheit = Niederlage.
Irakkrieg: USA Luftüberlegenheit = Niederlage.
Afghanistan: USA Luftüberlegenheit = Niederlage.
Algerienkrieg: Frankreich Luftüberlegenheit = Niederlage.
Afghanistan: UDSSR Luftüberlegenheit = Niederlage.
Südafrika: Apartheid-Regime Luftüberlegenheit = Niederlage.

Die Liste der Kriege in der die Luftüberlegenheit nichts ausser der Niederlage gebracht hat lässt sich beliebig weiterführen.
Das Gegenteil ist der Fall. Luftangriffe festigen die Moral des Gegners und stärken seine Entschlossenheit.
Moderne Kriege werden mit Kalaschnikows, Sprengfallen (Improvised Explosive Device, IED) und Selbstmord Attentate entschieden.
Um einen militärischen Feind zu besiegen, ist die Ausrüstung zweitrangig. Das haben unsere Vorfahren in Sempach und Moorgarten bewiesen und die Amerikaner leidvoll in Vietnam gelernt.

Militärisch gesehen braucht es keine Luftwaffe. Die Luftwaffe kann abgeschafft werden – lieber heute als morgen.

Moderne Kriege sind asymmetrische Kriege. In asymmetrischen Kriegen kommt der Luftwaffe eine untergeordnete Rolle zu.

Ein Feind ist weit und breit nicht in Sicht. Dass fremde Mächte in der Schweiz mit False-Flag-Operationen Krieg und Terror schüren, ist unwahrscheinlich.
Gegenwärtig lehren uns die Amerikaner, wie der Finanzplatz ausgequetscht werden kann, ohne dass ein GI einen Fuss in die Schweiz setzen muss.

Die Kriege, die heute Europa drohen, sind Wirtschaftskriege. Hedgefonds und Rating-Agenturen sind die modernen Massenvernichtungswaffen.
Am Beispiel von Griechenland hat Deutschland gezeigt, wie ohne einen Schuss abzufeuern ein Land ausgeplündert und ins Chaos gestürzt werden kann.

Egal ob im antiken Griechenland in der Schlacht bei den Thermopylen oder in den afghanischen Bergen, kriegsentscheidend sind Kampfmoral, Disziplin und weise Führung.

Es macht keinen Sinn die Armee hochzurüsten, während die soziale Spaltung der Schweiz vorangetrieben wird. Ein System, das immer mehr Menschen marginalisiert, beraubt sich selber seiner Grundlage.

8 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.


Mehr zum Thema «Sicherheit»

zurück zum Seitenanfang
  • Copyright © Politnetz AG 2009–2017
  • Impressum
Release: production