Die neue Wirtschaft: Finanzierung durch das Volk

Deja Vu nannte sich 1985 das erste Point & Click Adventure. Mit der Maus klickte man auf dem Bildschirm versteckte Objekte an und löste Rätsel für seine Computerspielfigur. Leisure Suit Larry, Space Quest oder Monkey Island* hiesen die Hits. Als die Ego-Shooter und 3D-Games die Märkte eroberten, gingen die Point & Click Adventures in Vergessenheit und nur noch eine Handvoll Nostalgiker träumte von den guten alten Zeiten. Publisher, jene Firmen, die Spiele finanzieren und auf den Markt bringen, wollten nichts mehr von der Vergangenheit wissen.

Tim Schafer, ein US-Spielentwickler und sein Team wollte es aber wissen. Er publizierte auf kickstarter.com seine Point & Click Adventure Idee. kickstarter ist eine Crowdfunding Plattform für Kreativprojekte. Menschen treffen sich dort und finanzieren gemeinsam Ideen. Keine Bank, kein Publisher - nur Fans und begeisterte Leute warfen ihr privates Geld auf. Tim Schafer wollte 400’000 Dollar schon 24 Stunden später hatte er eine Million auf dem Konto und jetzt sind es.

Diese Art der Finanzierung und Fanzusammenarbeit half auch den durchgeknalltesten Nazifilm der Neuzeit zu finanzieren: Iron Sky. Nach dem verlorenen Weltkrieg hauten die Nazis mit einer kleinen Kolonie ab und bauten auf der dunklen Seite des Mondes eine neue Armee auf - und jetzt wollen Sie nochmals zurück an die Macht.

Der Film kostete rund 7.5 Millionen Euro. Eine Million davon holte man sich von den Fans, die auch mithalfen, wenn Statisten nötig waren oder das Projekt neue Ideen brauchte.

Wie die Point & Click Adventures aussahen.

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