Ich bin für für die Verfassungsinitiative für das Notenobligatorium und gegen Schulexperimente ohne Noten. (Abstimmung vom 11.März 2012, Kanton Zug)

Ja zur Verfassungsinitiative der SVP Kanton Zug für Noten in der Primarschule und gegen Schulexperimente ohne Noten.

Ich möchte die Hauptargumente aufzählen, welche für die Verfassungsinitiative sprechen:

  1. Noten sind ein faires, transparentes System, welches einfach zu verstehen ist.

  2. Die Noten stehen in der Verfassung. Das heisst, dass nur das Volk wieder Änderungen vornehmen kann. Im Gegensatz zur Gesetzesinitiative, da kann ein einzelner Kantonsrat dem notenkritischen Parlament alle Monate wieder eine Motion unterbreiten. -> Weitere Infos folgen später

  3. Bei der Verfassungsinitiative gibt es keine Möglichkeit die Noten mit Schulexperimenten zu umgehen, bei der Gesetzesinitiative schon.

  4. Nur die Verfassungsinitiative ermöglicht eine schnellst mögliche Benotung der Schüler. Denn bei der Gesetzesinitiative muss dem Kantonsrat zuerst ein Gesetzesvorschlag unterbreitet werden, welcher noch abgesegnet werden muss!

Wie kam es zu der Verfassungsinitiative:

  • Eltern und Schüler werden zunehmend mit den Begriffen wie „Lernkompetenz“, „Selbstkompetenz“, „Sozialkompetenz“, „Methodenkompetenz“ konfrontiert. Diese Bewertungen sind für viele nicht klar verständlich und kaum messbar. Viele Eltern wissen nicht mehr wo ihr Kinder mit den schulischen Leistungen stehen.

Mit den Noten wollen wir, dass wieder Disziplin, Fleiss und Leistung in den Vordergrund gerät.

Die Beurteilung der schulischen Leistungen und der Fachkompetenz muss so erfolgen, dass sie klar und einfach interpretierbar ist. Sie muss verständlich sein. Einfache Noten sind Beurteilungsgesprächen und Kompetenzrastern klar überlegen.

Die SVP Kanton Zug hat weder an den Kommissionssitzungen noch an der Kantonsratssitzung die Gesetzesinitiative, welche auch Noten in der Primarschule fordert, bekämpft!
Für uns war immer klar dass der Souverän, also das Zuger Stimmvolk, das letzte Wort haben muss.

Lassen Sie mich nun erklären, warum gerade die Notenbefürworter für unsere Verfassungsinitiative stimmen sollten:

„An der 1. Lesung im Kantonsrat wurde die Gesetzesinitiative betreffend Wiedereinführung von Noten ab der 2. Klasse mit 40:12 Stimmen ohne Gegenvorschlag abgelehnt. Die Verfassungsinitiative für das Notenobligatorium und gegen Schulexperimente ohne Noten wurde mit 49:16 Stimmen ohne Gegenvorschlag abgelehnt. In der zweiten Lesung am Morgen des 25. August wurde dieses Resultat bestätigt. Der Rat lehnte die Gesetzesinitiative mit 44:9 Stimmen und die Verfassungsinitiative mit 51:19 Stimmen ab. Damit ist klar: Der Kantonsrat will keine Noten weder ab der 1. noch ab der 2. Klasse, und er will auch nicht verhindern, dass die Schule von einer Reform zur nächsten, von einem Schulexperiment zum nächsten, gehetzt wird.“

Wer für Schulnoten ab Beginn der Schulzeit ist, muss in der Stichfrage daher der Verfassungsinitiative den Vorzug geben. Denn die Verfassung kann nur vom Volk geändert werden. Die Gesetzesinitiative weist unter diesem Aspekt klare Mängel auf.
So kann ein einzelner Kantonsrat bei der nächsten Gelegenheit eine neue Motion einreichen, welche die Abschaffung dieses neuen Gesetzes verlangt.
Dass so eine Motion Mehrheitsfähig ist, habe ich Ihnen vorher mit dem Abstimmverhalten des Zuger Kantonsrates bestätigt!

Aus aktuellem Anlass habe ich in meinen, gar nicht mal so alten, Zeugnissen geforscht. Auch ich bekam Noten ab der 1. Klasse!
Als dann aber das Schulsystem geändert wurde bekam ich in der 3. Klasse keine Noten mehr. Ab der 4. Klasse wurden dann wieder Noten eingeführt, was nur ein Jahr vor dem 1. Orientierungsgespräch mit Bezug auf die Selektion der Sekundarstufe 1 ist!

Wenn Sie also für Noten in der Primarschule sind, müssen Sie zwingend bei der Stichfrage für die Verfassungsinitiative für das Notenobligatorium und gegen Schulexperimente ohne Noten ankreuzen.
Denn nur so wird die Benotung der Schüler schnellst möglich umgesetzt. Ausserdem werden Schulexperimente ohne Schulnoten für die nächsten 10 Jahre nicht mehr erlaubt sein.

Beni Riedi
Kantonsrat, Baar

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