1. Zürcher Bürgerrechtspreis geht an Zürcher Regierungsrat

Der Verein Second@s Plus Zürich feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Statt sich selbst zu beschenken, entschied er, einen Preis zu schaffen, um das Wirken anderer zu würdigen. Geehrt werden Personen oder Institutionen, die sich zu einem Kernanliegen der Second@s verdient gemacht haben: dem Einstehen für Bürgerrechte.

Der erste Zürcher Bürgerrechtspreis geht aus aktuellem Anlass an Zürcher Regierungsrat

Der Zürcher Regierungsrat hatte den verfassungsmässigen Auftrag, in einem Bürgerrechtsgesetz die Rechte und Pflichten von einbürgerungswilligen Personen festzuhalten, an die Hand genommen und eine sachliche und ausgewogene Vorlage erarbeitet.

Einer Kantonsratsmehrheit passte dies jedoch nicht und führte zahlreiche Zusatzhürden für Einbürgerungswillige ein. So wurde die Möglichkeit einer vereinfachten Einbürgerung für junge Erwachsene gestrichen und neu sollen nur noch Personen einen Antrag stellen können, die bereits über eine Niederlassungsbewilligung verfügen. Auch diese Einschränkung trifft in hohem Ausmass Jugendliche und junge Erwachsene, deren Aufenthaltsstatus von demjenigen der Eltern abhängt und nichts über ihre eigenen Integrationsbemühungen aussagt.

Der Regierungsrat hält die Verschärfungen für nicht sachgerecht und empfiehlt deshalb die kantonsrätliche Vorlage wie auch den noch extremeren Gegenvorschlag der SVP zur Ablehnung. Dieses Einstehen für eine ausgewogene Vorlage macht den Zürcher Regierungsrat zu einem würdigen ersten Empfänger des Goldenen Tirggels. Regierungspräsidentin Ursula Gut nahm ihn heute von den Secons@s Plus-Vertretern Claudia Gambacciani und Andreas Kyriacou entgegen.

(kopiert von hier - Fotos vom Goldenen Tirggel und der Übergabe im Originalbeitrag)

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