Die Volksinitiative - Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen – ist Kosmetik. Der Boden ist Allmende, die in das Allgemeingut übergeführt werden sollte.

In den unvorstellbaren langen Zeiträumen der Evolution ist dasjenige was wir heute als Boden wahrnehmen herangewachsen. Zuerst war der Boden nur Stein. Durch das Wirken der Elemente erodierte er und wurde von Pionierpflanzen besiedelt. Über die Jahrmillionen hinweg baute sich die Humusschicht auf. Erst vor 5000 Jahren, begann der Mensch die Wälder zu roden und den Boden urbar zu machen.
Der Mensch kann nur besitzen, was er durch seine Hände erschaffen hat. Der Boden kann niemandem gehören, den die Natur hat ihn erschaffen.
Der Boden ist die Lebensgrundlage des Menschen. Ohne Boden gibt es weder Nahrungsmittel noch Behausung.
Von einem Stück Boden zu sagen das gehört mir, ist eine ungeheuere Anmassung. Den der Boden gehört allen. Er ist die Lebensgrundlage für die kommenden Generationen. Wir hatten das Recht von unseren Vorfahren intakten Boden zu übernehmen. Unserer Kinder und Kindeskinder haben das Recht Boden der ihnen eine Zukunft ermöglicht zu übernehmen. Gleiches Recht für alle!
Keiner kann wissen, was die Zukunft bringt:
Fallen die landwirtschaftlichen Erträge, weil das Klima kälter wird?
Muss die Landwirtschaft extensiviert werden, weil alle Rohstoffe aufgebraucht sind und weder Hilfsstoffe noch Maschinen hergestellt werden können?
Hungern die Schweizer weil die Welt versteppt und keine Nahrungsmittel importiert werden können?
Egal ob die Zukunft schlechter oder besser wird, wenn die Schweiz zubetoniert wird, haben künftige Generationen weiniger Optionen. Was heute zerstört wird, wird für alle Zeiten zerstört.
Gut möglich das ich mich irre und es schon in wenigen Jahren Technologien gibt, mit denen zubetonierte Mittelstands-Gettos in fruchtbaren Ackerboden zurück verwandelt werden können.
Die Volksinitiative - Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen – möchte die natürliche Grundlage der Schweiz von der vollständigen Zerstörung bewahren. Alleine aus diesem Grund verdient sie es, angenommen zu werden.
Aber die Zweitwohnungs-Initiative wird die Schweiz nicht retten. Um unsere Heimat zu retten, braucht es eine echte Bodenreform.

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