Nein zur Bausparinitiative – Die Bausparinitiative ist eine Mogelpackung die Privilegierte bevorzugt und dem Volk nicht dient

Die Förderung des Bausparens ist ein populäres Anliegen. Sparen hört sich für die SchweizerInnen immer gut an. Als Volk der fleissigen SparerInnen werden die SchweizerInnen die Bausparinitiative mit grosser Sicherheit annehmen. Denn wer träumt nicht davon, sich reich zu sparen und sich zur Ruhe zu setzen.
Aber mit den Träumen ist das so eine Sache. Meistens bleiben Träume, Träume. Und wenn Träume wahr werden, verwandeln sie sich viel zu oft zu Albträumen.

Vom Bausparen profitiert nur eine privilegierte Minderheit

Der Traum vom Eigenheim träumt fast jeder. Aber nur jede/r Vierte wird sich den Traum erfüllen können.
Um zu Sparen braucht es Geld. Und zwar das Geld am Ende des Monats, wenn alle Rechnungen bezahlt sind, übrig bleibt.
Heutzutage können nur noch Menschen etwas auf das Konto legen, die überdurchschnittlich verdienen. Die grosse Mehrheit muss froh sein, wenn Ende des Monats alle Rechnungen bezahlt sind und nicht eine Woche lang M-Budget-Teigwaren mit Analog-Käse auf den Tisch stehen. Schlimmer noch, jede/r Dritte kommt nicht über die Runden und schliesst früher oder später Bekanntschaft mit dem Betreibungsamt.
Die Förderung des Bausparens ist die Antithese zum Mindestlohn. Der Mindestlohn sorgt dafür das die tieferen Einkommen existenzsichernd sind. Das Bausparen fördert die besser verdienende Minderheit. Die bessere verdienende Minderheit hat nur genug Geld zum Bausparen, weil das untere Drittel der Gesellschaft zu wenig zum Leben hat.

Bauen mal anders gesehen

Um das Wohneigentum zu fördern, braucht es keine Subventionen. Effizienter wäre es, das Bauen zu verbilligen und zu vereinfachen. Die gültigen Gesetze zwingen Bauwillige, kleine Festungen zu bauen. Anders als in Nordamerika wird mit viel Beton und Backsteine gebaut. Zwischen einen US-amerikanischen Haus aus Plastik, Wellpappe und Dachlatten und einem für die Ewigkeit gebautes Schweizer Einfamilienhaus liegen Welten. In der Mitte der beiden Extreme liess es sich gut Leben, Wohnen und vor allem billiger Bauen.
Vielleicht wären weniger Staat und mehr Fantasie zielführender als steuerliche Subventionen. Subventionen fördern die staatliche Umverteilung und die Bürokratie. Subventionen sind Selbstzweck eines überbordenden Staates.

Was sonst noch zu sagen ist

Gegenwärtig wird die Schweiz rasendem Tempo zu betoniert. Planlos wird ein Mittelstand-Getto nach dem anderen gebaut. Geht es im heutigen Tempo weiter, dann ist die Schweiz in 20 Jahren von St. Margarethen bis nach Genf zubetoniert. Die Förderung des Bausparens verstärkt den Trend zu Zerstörung der Landschaft.
Die Bausparinitiative hinterlässt ein ungutes Gefühl. Anstatt die Verhältnisse zu verändern, wird eine kosmetische Korrektur vorgenommen.
Alle die Probleme, die mit dem Immobilienmarkt und der Nutzung des Bodens zusammenhängen, lassen sich nur durch eine tief greifende Bodenreform lösen.

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