Gefühlte und Reale Sicherheit, die groteske Situation in Basel. Oder warum Medienecho alleine nicht reicht.

In der Region Basel, durfte oder musste man in den in den letzten paar Wochen viel über Sicherheit lesen. Basel ist unsicher! Wieder ein paar Kriminelle, dann erst noch Ausländer! Dort wurde wieder jemand zusammengeschlagen und nebenan gab es einen Raubüberfall. Die Basler Zeitung hat sogar eine "Crime Map" lanciert, auf der es gefühlt mehr Punkte als Einwohner hat - man könnte meinen diese Stadt versinkt im Ghetto.

Die lokale SVP hat dagegen auch das geeignete Mittel vorgeschlagen nach dem Giesskannensystem einfach mehr Polizisten einstellen. 30% Mehr Uniformierte auf der Strasse die für Recht und Ordnung sorgen! (Interessant, dass eine solche Initiative von einer Partei kommt, die immer einen schlanken Staatsapparat propagiert ;) ).

Ich war gestern Nacht bzw. heute Morgen in der Basler Innenstadt unterwegs. Ich fragte mich mehrmals wie man sich dort unsicher fühlen kann. Alle 5-10 Minuten kreuzte ein Polizeiauto meinen Weg, und auch die Personen die ich unterwegs antraf, kamen mir jetzt nicht besonders unheimlich vor. Der einzige der was von mir wollte, war (wahrscheinlich) ein Obdachloser der nach einer Zigarette fragte, die ich ihm gerne anbot.

Offensichtlich ging das nicht nur mir so. Und die Mehrheit der Basler hatte den selben Eindruck wie ich. Heute wurde die SVP Initiative mit knapp 55% Nein Stimmen abgelehnt. Besonders erfreut hat mich, dass nicht nur in der Stadt sondern auch in den kleinen Gemeinden vom Kanton diese Initiative keine Chance hatte.

Vielleicht wird heute auch der BAZ klar, das man das Volk nicht in eine Richtung drängen kann, auch wenn mann jeden noch so kleinen Kiosk Diebstahl zu einer Grossstory aufbauscht ;)

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