Niemand bestreitet, dass die USA punkto Doppelmoral unter Demokratien den Weltmeistertitel verdienen und trotzdem müssen wir unsere Hausaufgaben machen.

Niemand bestreitet, dass die USA punkto Doppelmoral unter allen Demokratien den Weltmeistertitel verdienen. Trotzdem reicht es nicht im Falle der neuerlichen Ultimaten und Androhungen gegen unsere Banken auf die angeblich bösen imperialistischen Amerikaner zu zeigen. All jene Banken, die nun im Fadenkreuz Amerikas stehen, wollten aus dem Fall UBS nichts lernen. Im Gegenteil. Während die bürgerlichen Politiker unter dem Eindruck der Affäre UBS plötzlich über Weissgeldstrategie philosophierten, hatten einige Banken das Gefühl schlauer zu sein und nichts ändern zu müssen. Und heute stehen sie dafür in der Bredouille, auch weil die Politik einmal mehr die amerikanische Seite unterschätzt und die Dimensionen des Falles unterschätzt hat. Nun droht wieder eine neue Feuerwehrübung. An ihrem Anfang stand aber das Fehlverhalten einiger Schweizer Banken, die den kurzfristigen Profit höher gewichteten, als eine nachhaltige und vernünftige Strategie. Natürlich haben jene Stimmen, die die USA auffordern zuerst vor der eigenen Haustüre zu wischen, absolut Recht. Die Machtverhältnisse jedoch sind klar und diese spielt Amerika aus. Wir als kleines Land – und hier ist vor allem die SVP angesprochen – brauchen in internationalen Angelegenheiten befreundete Staaten. Dies ist das einzige Mittel, um in internationalen Gremien für weltweit gleiche Spieße zu kämpfen. Doch zuerst muss unser Finanzplatz endlich seine Hausaufgaben machen und die Politik ist gut beraten, ihm dabei sehr genau auf die Finger zu schauen

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