Vorlage zur Agrarpolitik 2014 – 2017: Zu stark in den traditionellen Strukturen verhaftet!

Die Agrarpolitik des Bundes ist eine höchst differenzierte Materie, die einen gigantischen Steuerungs- und Kontrollapparat erfordert. Es erstaunt deshalb, dass nicht ansatzweise versucht wird, Wege zu einer Rationalisierung aufzuzeigen, mit denen mit weniger öffentlichen Finanzmitteln die gleichen Produktions- und ökologischen Leistungen erbracht werden könnten. Dazu wären allerdings in erster Linie Anpassungen von Art. 104 BV nötig. Insbesondere der Beitrag zur dezentralen Besiedlung des Landes und die ausschliessliche Ausrichtung der Bundesförderung auf bäuerliche Betriebe sind in Frage zu stellen. Er ist einseitig auf die Erhaltung der bestehenden agrarischen Strukturen in der Schweiz fixiert. Dazu kommt, dass nur die Hälfte der Direktzahlungen für Leistungen im Zusammenhang mit Umwelt, Landschaft und Tierwohl fliessen sollen. Die Versorgungssicherheitsbeiträge, die flächenbezogen ausgerichtet werden, und die Tierhalterbeiträge sind zu hoch ausgefallen. Sie bevorzugen die Grossbauern.

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