Die Bibliotheken wollen KEINE Preisbindung mehr & Warum französischsprachige Bücher so teuer sind

In seinen News schreibt der Schweizerische Bibliothekenverband www.bis.info, dass die Generalversammlung des BIS das Buchpreisbindungsgesetz ablehnt und das sehr deutlich mit 71 zu 18 Simmen.
Das der Verband so deutlich das Gesetz ablehnt überrascht in keiner Weise. Bibliotheken aller Art profitieren vom Fall der Preisbindung – nicht etwa im Preis – nein, Sie können seit dem Fall wieder in der Schweiz einkaufen und müssen nicht mit schlechtem Gewissen nach Holland ausweichen um an die besten Lieferbedingung zu kommen.

Weiter schreibt der Verband, dass relativ wenige Mitglieder aus der Romandie an dieser Versammlung anwesend waren und dass dies die Abstimmung beeinflusst habe, weil die Buchpreisbindung dort mehr Unterstützung hat. Das mit den französischen Büchern muss hier erklärt werden: In der Schweiz gibt es nur einen (exklusiven) Importeur für Bücher aus Frankreich. Dieser Importeur schlägt nach belieben Preise für die Schweiz auf und verteuert Bücher bis zu 30% und mehr. Die Preisbindungsbefürworter machen jetzt den Buchhandlungen und Bibliotheken vor, dass die Bücher mit dem Gesetz billiger würden. Dabei wäre es ohne Problem mittel WAK und Preisüberwacher jetzt schon möglich den Markt spielen zu lassen und so die Bücher zu verbilligen. Übrigens kaufen immer mehr private über Internet in Frankreich Bücher ein was die Buchhandlungen eben nicht können und so ständig Kunden verlieren (Die Aussage von BR Ammann-Schneider lässt grüssen).
Würde der SBVV sich mehr um die anliegen seiner (kleinen) Mitglieder kümmern anstatt an einem unsinnigen Gesetz kleben zu bleiben, wäre dieser Misstand schon längst behoben!

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