Fluglärmstreit: Schweiz knickt ein

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Wieder knickt die Schweiz mit ihrer Aussenpolitik ein, auch wenn dieses Mal nach langem Kampf. Am WEF unterzeichnete Doris Leuthard mit dem deutschen Verkehrsminister eine Absichtserklärung. In dieser steht, dass die Schweiz die Anzahl Anflüge über dem nicht dicht besiedelten süddeutschen Gebiet verringert werden und über das dicht besiedelte Gebiet um Zürich geleitet werden sollte. Im Gegenzug soll Deutschland eine "flexiblere Flugplanung" anbieten, die Abflugs -und Anflugszeiten sollen also angepasst werden.

Das ist ein kompletter Unsinn! Heute leiden über 200'000 Menschen in Zürich und Aargau unter dem Fluglärm. Im Gegensatz sind es in Deutschland knapp 1000 Personen. Das Verhältnis, 90% der An -und Abflüge über Deutschland abzuwickeln, soll nun zu diesem Missverhältnis verändert werden. Die Lebensqualität in der wirtschaftsstärksten und dicht besiedelten Zone der Schweiz, dem Grossraum Zürich, wird sich nun deutlich verschlechtern.

Zwar beteuert Deutschland, dass der Vertrag wieder abgeändert werden kann "wenn die Technologieentwicklung in der Zukunft leisere Flugzeuge hervorbringe." Ich hoffe Sie sehen wie abstrus solche Aussagen sind. Die Schweiz wird in der Aussenpolitik, nun einmal mehr, konstant über den Tisch gezogen.

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