Die CVP sagt kanpp Ja zum Buch(Knebel)Preisbindungsgesetz

Am Samstag war ich Gast bei der Delegiertenversammlung der CVP und durfte auf dem Podium über die BuchPreisBindung [Bpb] mitdiskutieren. Die Diskussion – ich führe diese seit 1990 – wurde von Jürge auf der Maur sehr gut geführt brachte aber ausser mehr Gehässigkeit von Seiten des ‚Schweizer Buchhändler und Verleger Verband’ [SBVV] keine neuen Erkenntnisse. Schade kann Frau Sax vom SBVV nicht sachlich bleiben und versucht, wie der Verband mit Verdrehungen Wahrheiten zu kaschieren. Als ich Ihr erklärte, dass Ihre England-Buchverkaufs-Zahlen nicht stimmen – der SBVV rechnet immer nur mit Zahlen aus dem Buchhandel und vergisst dabei, dass ein grosser Teil der Bücher über andere Kanäle, wie Spielwarengeschäfte und Ladenketten verkauft werden und berücksichtigt auch nicht, dass die englisch sprechenden Länder schon einen sehr grossen Teil an E-Book Lesern haben – wurde sie mich persönlich anzugehen und warf mir vor einer der immer gleichen drei Stänkerer der Branche zu sein.
Hier eine kurze Antwort darauf: Die anderen zwei Ur-Bpb-Gegner sind nicht im Komitee gegen das Bpb-Gesetz! Ich bin als einziger dabei, aber seit 2008 führe ich keine Buchhandlung mehr, ich berate unter anderem viel Buchhandlungen und Verlage. Das bringt mich auf Vorwurf 2: es sind nicht nur zwei Buchhandlungen, die die Bpb nicht mehr wollen. Alleine in Basel sind es drei Buchhandlunge, die früher vehement für die Bpb waren. Sie haben sich – wie viele andere auch – durch die Praxis belehjren lassen, dass die Geschäfte viel besser laufen ohne einen Preisknebel. Der 3. Vorwurf geht an die Ex-Libris, laut Frau Sax hat die Ex-Libris das Referendum gegen das Bpb-Gesetz initiiert. Das stimmt NICHT, ich war bei der Gründung des Refendumkomitees dabei und da war noch gar nicht sicher ob und wie die Ex-Libris mitmachen wird.

Darüber wie die Preise mit einem Gesetz überwacht werden sollen, wie und wer die Bussen und Strafen einfordert und wie die Ausländischen Player zum Einhalt der Schweizer Preise gezwungen werden sollen und vor allem, wie ein diktierter Buchverkaufspreis den kleinen unabhängigen Buchhandlungen helfen soll sich gegen die Übermacht der zwei grossen Player – die kontrollierten im 2010 bereits 44% des Buchmarktes – zu wehren konnte Frau Sax erwartungsgemäss nicht antworten. Dem SBVV geht es nicht um die Buchhändler, es geht ums gewinnen einer uralten dummen Geschichte, immerhin hat man bereits über 1.5 Millionen CHF in diese Unterfangen gesteckt, Schade das Geld wäre bei der Autorenförderung sicher viel besser angelöegt gewesen.

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