IT-KMU & -Startups werden durch unverständliche, wenn nicht gar willkürliche Arbeitsmarkt-Richtlinien in ihrem Wachstum beschränkt. Auf Kosten von uns allen.

Den eindrücklichen Einzelfall mit exemplarischem Wert zu diesem Thema hat Moritz Zumbühl, CEO der Kreativ-Agentur Feinheit aus Zürich in einem Blog-Beitrag mit dem Titel "Warum die Schweiz nie ein Silicon Valley kriegen wird" geschildert. Das Thema fand daraufhin in den Tagesanzeiger ("Ausländische Fachkräfte für Google & Co., nicht aber für KMU").

Leider ist in diesem Tagesanzeiger-Artikel nicht die Rede vom – meiner Meinung nach sehr unverständlichen, wenn nicht gar willkürlichen – Kriterium im Kanton Zürich (ob anderswo ebenso entzieht sich meiner Kenntnis), dass ein IT-Arbeitnehmer mind. 120'000/Jahr verdienen müsse, um ein "Spezialist" sein zu können. Verdiene er weniger, könne er ja auch mit einem x-beliebigen IT-Arbeitnehmer aus der EU ersetzt werden.

Nenne mir mal einer die IT-Startups in Zürich oder sonstwo in der Schweiz, wo Entwickler auf Anhieb über 120k/Jahr verdienen. Massnahmen gegen "billige" IT-Arbeitskräfte aus dem Nicht-EU-Raum sind das eine, IT-KMU- und -Startup-Förderung aber bestimmt was ganz anderes. Das Argument, über 120k Verdienende zahlten dann aber auch kräftig Steuern, sticht auch nicht – man denke bloss, was die strategische Anstellung eines ganz bestimmten Mitarbeiters mit besonderen Kenntnisssen für einen Business-Value haben kann, der zu ungleich höherer Abführung von Unternehmensteuern sowie u.U. zur Anstellung weiterer Mitarbeiter führen kann. Solches lässt sich natürlich nicht so eindeutig beziffern wie ein Grenzwert von 120k Lohn.

Ich habe vollstes Vertrauen in unsere kantonale Regierung und Verwaltung, dass sie diesen verkehrten Umstand im Interesse des Schweizer IT-KMU- und -Startup-Standorts geradebiegen werden.

1 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.


Mehr zum Thema «Arbeitsmarkt»

zurück zum Seitenanfang
  • Copyright © Politnetz AG 2009–2017
  • Impressum
Release: production