Mehrheit der SchweizerInnen für 1:12-Initiative und gegen Abzockersaläre. Dies Ergab eine repräsentative Umfrage.

Eine Mehrheit der SchweizerInnen ist für eine Lohnbandbreite von höchstens 1:12. Dies ergab eine repräsentative Umfrage. Die JUSO freut sich sehr über dieses Resultat, das zeigt, wie stark der Bundesrat am Volk vorbeipolitisiert. Die Haltung des Bundesrates teilen nur gerade 10% der befragten Personen.

Die Umfrage hat die JUSO Schweiz beim Institut Demoscope in Auftrag gegeben. Sie bringt ein deutliches Meinungsbild zu Tage.

  • 55% sprechen sich für eine Lohnbandbreite von 1:12 oder sogar noch tiefer (23%) aus
  • 20% sind für eine Lohnbandbreite, aber grösser als 1:12
  • nur gerade 10% sind generell gegen eine Lohnbandbreite.

Dies zeigt: Die Leute haben es satt, dass der gemeinsam erarbeitete Wohlstand nur ein paar wenigen Abzocker zugute kommt, die grosse Mehrheit aber leer ausgeht. Es überrascht deshalb wenig, dass die Initiative insbesondere bei Menschen mit tiefem Einkommen einen besonders hohen Zuspruch findet. Die Mehrheit ist ganz offensichtlich der Meinung, dass es jetzt an der Zeit ist, unserer Wirtschaft wieder Regeln zu geben die demokratisch beschlossen wurden und man sich nicht länger von der Managerelite auf der Nase rumtanzen lassen will.

Der Bundesrat hat diese Chance verpasst. Wie unverständlich der Entscheid des Bundesrates ist, zeigt am besten dessen eigene Medienmitteilung zur Ablehnung der 1:12-Initiative. Es ist eine technokratische Erklärung, die stichhaltige Argumente schuldig bleibt. Die Bevölkerung wird sich davon nicht überzeugen lassen.

Für eine gerechte Gesellschaft ist es elementar, dass sich nicht ein paar wenige auf dem Buckel der anderen bereichern. Die 1:12-Initiative ist der einzige Garant für gerechte Löhne. Denn die Initiative will, dass die Manager nicht mehr alleine über die Verteilung der Löhne entscheiden - und dabei nur ihr eigenes Portemonnaie berücksichtigen.

Die detaillierte Umfrage findet man hier: http://juso.ch/de/node/3328

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