Die Schweiz betreibt eine inkonsequente Klimapolitik - oder wenn ein angeblicher Innovatiosleader sich die Kyoto-Ziele im Ausland erkauft...

«Für das Klima spielt es ja keine Rolle, wo das CO2 reduziert wird». Natürlich hat Bundesrätin Leuthard mit diesem Satz nicht unrecht. Trotzdem ist das Erkaufen von Klimazertifikaten im Ausland - um die tatsächlich alles andere als ambitiösen Kyoto CO2 Reduktionsziele zu erreichen - ein Eingeständnis für eine inkonsequente Klimapolitik. Der Verkehr als grösster CO2 Verursacher blieb von der Politik bisher unbehelligt. Das innovative und fortschritte Industrieland Schweiz ist also nicht in der Lage den CO2 Ausstoss um acht Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken. Weil wir bisher nicht bereit waren uns einzuschränken respektive die Politik nicht bereit war die notwendigen Lenkungsmassnahmen durchzusetzen. Wir scheitern am Hügel und wollen dafür den viel höheren Berg des Atomausstiegs bewältigen? Dies wird zwingend zu einem Umdenken in der Klima- und Umweltpolitik führen müssen. Im Lehnstuhl ist der Ausstieg nicht zu machen und auch mit erkauften Klimazertifikaten im Ausland nicht.

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