Wenn Ferien eine wirkungsvolle Massnahme gegen Burnout sind, dann gibt es eine Berufsgruppe, in der es kein Burnout geben darf.

Burnout scheint die grosse Rechtfertigung für die Linken zu sein, warum wir für 6 Wochen Ferien stimmen sollten. Auf Politnetz finden wir Gewerkschafter und SP Mitglieder die gross von Stress und Zeitdruck reden, welcher zu massiven Ausfällen in der Wirtschaft führt. Dieses Argument müsste bei uns wirtschaftsfreundlichen Genossen verfangen, denn eines wollen wir Arbeitgeber bestimmt nicht, Mitarbeiter, die wegen Krankheit ausfallen. Das bringt nur Verluste.

Wie finden wir aber heraus, ob mehr Ferien eine wirkungsvolle Massnahme gegen Burnout sind? Ganz einfach. Es gibt eine Berufsgruppe, die massiv mehr Ferien als alle anderen hat. Sie muss sich zwar des Öftern dumme Sprüche wegen den vielen Ferien gefallen lassen, aber das sollte sie nicht kümmern. Ein anständiger Lohn, ein sicherer Arbeitsplatz, gute Sozialversicherungen und dazu die meisten Ferien haben; unsere Lehrer.

Auch wenn Lehrer in den Ferien zwischendurch Kurse absolvieren müssen oder sich auf die Schule vorbereiten, niemand hat so viel und so oft Ferien wie Lehrer. Nach linker Logik darf es kein Burnout bei den Lehrern geben.

Googlen wir doch einmal, ob dem tatsächlich so ist.

Lehrer als Risikogruppe. Nah am Burnout
Im Vergleich zu anderen Berufsgruppen weisen Lehrer mit Abstand die problematischste Situation und die größten psychischen Belastungen auf.
sueddeutsche.de

“Ausgebrannte” Lehrer - Klischee oder Realität?
Es bestätigt sich für Lehrer eine höhere Ausprägung des Burnout-Risikos in allen drei Burnout-Komponenten.
tu-dresden.de

Burnout: Risikogruppe Lehrerinnen und Lehrer
Das Burnout Syndrom bei Lehrern - Studie belegt: Für kaum eine andere Berufsgruppe besteht ein höheres Burnout-Risiko.
burnout-fachberatung.de

Sorry liebe Linke. Ihr könnt gerne für 6 Wochen Ferien sein. Warum auch nicht. Aber hört mit diesem dummen Geschwätz auf, dass Ferien etwas gegen Burnout tun.

Zur Verteidigung der Lehrer
Ist Lehrer kein Beruf, sondern eine Diagnose? Eine neue Studie zeigt: Wer am lautesten über Burnout im Klassenzimmer klagt, hat oft "nie für seinen Job gebrannt". Viele dieser Pädagogen waren schon im Studium unmotiviert und als Berufseinsteiger überfordert.
spiegel.de

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