Mit integrierter Versorgung medizinische Qualität sichern, Prämien stabilisieren und Hausärzte stärken

Die CVP steht für ein qualitativ gutes Gesundheitswesen, einen sicheren Zugang zur Gesundheitsversorgung, die Stärkung der Hausarztmedizin sowie einen effizienten Einsatz der Prämiengelder. Diese gesundheitspolitischen Ziele sind Inhalt der KVG-Revision „Integrierte Versorgung“. Deshalb unterstützt die CVP die Vorlage.

Nach acht Jahren Arbeit und unter Mitwirkung der FMH, der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte, hat das Parlament eine Neuordnung der ambulanten Versorgung beschlossen. Entgegen der ursprünglichen Unterstützung der Vorlage durch die FMH hat diese unter dem Diktat der Chirurgen und gegen die Interessen der Hausärzte, welche die Vorlage unterstützen, die Meinung gewechselt und mit grossem finanziellen Aufwand das Referendum ergriffen und eingereicht.

Immerhin bekommt die Bevölkerung damit die Gelegenheit, über die Ausgestaltung der ambulanten Gesundheitsversorgung zu entscheiden.

Die Vorteile der Vorlage „Integrierter Versorgung“ (oder „Managed Care“: beide Bezeichnungen bedeuten dasselbe) für Versicherte, Patienten, Hausärzte und das Gesundheitssystem sind klar:

  1. Versicherte wählen den Arzt ihres Vertrauens, der sie durch unser kompliziertes Gesundheitswesen steuert und dafür sorgt, dass sie eine gute medizinische Versorgung bekommen ohne dass Prämiengelder verschwendet werden.
  2. Patientinnen/Patienten profitieren von einer qualitativ optimalen Behandlung mit tieferer Kostenbeteiligung und tieferen Prämien.
  3. Die Position der Hausärzte wird gestärkt. Als gut ausgebildete und ganzheitlich denkende Ärzte übernehmen primär Hausärzte die Steuerfunktion im Gesundheitswesen.
  4. Mit der Verbesserung des Risikoausgleiches wird die Jagd der Kassen nach guten Risiken gestoppt. Statt dessen wird es für die Krankenkassen interessant zusammen mit den Leistungserbringern gute Behandlungskonzepte für chronisch Kranke anzubieten.
  5. Mit „integrierter Versorgung“ werden Mehrfachuntersuchungen, Falschbehandlungen und Übermedikation im Gesundheitswesen verhindert, was das Kosten- und Prämienwachstum dämpft.
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