Die Cash-Cow wird weiter gemolken

Der Bundesrat hat den Melkstuhl hervorgeholt – Was 1985 als Temporär-Lösung eingeführt wurde und für maximal 10 Jahre herhalten sollte wird nun richtig ausgeschlachtet. Heute, rund 27 Jahre später, wurde entschieden, dass dieses Unding namens Autobahnvignette mehr als doppelt so teuer wird. Zukünftig muss der motorisierte Verkehrsteilnehmer also 100.- bezahlen anstelle 40.-, pro Fahrzeug versteht sich. (Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Autobahnvignette-kostet-kuenftig-100-Franken/story/13824878)

Zeiten ändern sich so viel ist klar und ich nerve mich nicht über das Konzept der Vignette sondern viel mehr über die Gelder-Verteilung. Auf einmal wird der Regierung klar, dass unser Strassennetz nicht mehr ausreicht – dies war aber schon vor Jahren klar und was wurde getan? Das Verdikt ist klar: Zu wenig!
Man hat sich besonders Mühe gegeben das Strassenbegleitgrün aufzufrischen und Autobahnabschnitte kilometerweit zu sperren um sich nicht im geringsten um die zunehmende Kapazität zu kümmern.
Die Umfunktionierung der Pannenstreifens war schon lange ein Thema, aber erst jetzt will man diese Option ernsthaft in Betracht ziehen, obschon diverse Kantone gute Erfahrungen damit gemacht haben.

Bevor man aber irgendwas sieht wird erst mal kräftig Geld eingetrieben - es lässt vermuten als hätte man einen grossen Teil der Gelder von Vignetten und anderen Steuern für ganz andere Sachen gebraucht. Es herrscht eine regelrechte ‘Nimm-2-Politik‘ – mit Tempo runter und Kosten rauf.

Ich würde mir folgendes wünschen:

Vignette
Die Vignette wird an ein Kennzeichen gebunden, es kann sowieso nur 1 Fahrzeug zur selben Zeit benutz werden, deshalb wäre eine solche Koppelung logischerweise fairer.

Smart Speed
Wenn bei Stau schon die Geschwindigkeit auf 80 gesetzt wird, wobei es rein rechnerisch absolut nichts einzuwenden gibt, so sollte man auch gegen oben etwas flexibler werden. Demnach sollte auf freien und trockenen Strassen die Geschwindigkeit gegebenenfalls auf 130 gesetzt werden.

Rechts überholen
Das Verbot gehört aufgehoben – bestenfalls wäre es nicht nötig, da man nur auf die linke Spur wechselt um zu überholen aber Autofahrer welche rechts an einem ‘left lane hugger‘ vorbei ziehen sollen nicht noch für die Bemühung den Verkehrsfluss aufrecht zu erhalten bestraft werden – vielmehr sollten notorische Linksfahrer gebüsst werden.

Min. 3-spurige Autobahnen (bei neu Projekt)
Der Platz dafür ist in etwa derselbe wie bei 2 Spuren und 1 Pannenstreifen, letzteren kann man sich nämlich sparen und vereinzelt SOS Inseln einbauen. Es ist eher selten, dass ein Auto an Ort und Stelle den Geist aufgibt ohne das es Bekanntschaft mit physikalischen Gesetzen macht – demnach ist der Pannenstreifen in dieser Form nicht mehr Zeitgemäss.

Diese Feuerwehr-Politik muss endlich ausgedient haben, mal hier ein wenig was tun und mal da – anstelle einer richtigen Investition. Die Kapazitäten der Strassen wurde zu lange ausser Acht gelassen und das muss nun richtig adressiert werden.

Nochmals zur Klärung: Es geht mir nicht um die 100.- sondern um die allgemeine Anti-Auto Politik. Ich wünsche mir gewisse Leistungen zu sehen anstelle nur höhere Kosten. Es ist unlängst bekannt, dass Autofahren bis 2014 rund doppelt so teuer sein wird wie heute.

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