Die Diktatur in Brüssel und das kleine gallische Dorf in der Mitte

Sehr geehrte Leserinnen und Leser

Währenddem wir hier im Lande uns mit dem Thema SNB auseinandersetzen, rutscht die EU immer weiter in eine Krise. Währenddem vermeintlich finanzielle Zugpferde und vom Staatsbankrott bedrohte Länder weiter herabgestuft werden, stemmt sich die Diktatur in Brüssel gegen jegliche Ausschwenker einzelner Staaten.

In den letzten Jahren wurden munter weiter (finanziell schwache) Staaten in die EU aufgenommen bzw. Aufnahmen werden geplant, währenddem Merkozy Milliarden nach Griechenland pumpen, wo die Leute streiken, weil sie keine Lust haben, nun ein paar Jahre mehr zu arbeiten (bis Ende 50, währenddem wir hier bis Mitte 60 arbeiten), um aus der hauptsächlich selbst verschuldeten Krise heraus zu kommen. Es ist ja viel gemütlicher, die Spenden der EU entgegenzunehmen.

Die Slowakei, welche sich als einziger Staat gegen einen Rettungsschirm aussprach, wurde durch Erpressung innerhalb von Tagen "auf die richtige Bahn" zurück gelenkt. Reformern wie in Bulgarien, welche nicht dem Gusto von Brüssel entsprechen, werden umgehend korrigiert. Faktisch gibt es in der EU keine souveränen Staaten mehr. Wer in der EU ist hat Merkozy zu folgen, es gibt keine Enthaltungen und auch ein "Nein" wird nicht akzeptiert.

Das kleine gallische Dorf Schweiz hat sich für den neutralen und unabhängigen Weg entschieden. Bereits seit Jahren, besonders aber nun während wirtschaftlichen Krisenzeiten, hat sich dieser Weg mehrmals bewährt. Dieser Weg wird auch vom Volk mit einem Anteil von ca. 80% unterstützt - ein unmissverständliches Signal an die Politik.

Trotzdem; selbst vollkommen isolierte Staaten wie Nordkorea sind vom Ausland abhängig. Natürlich ist auch die Schweiz tief vernetzt. Uns kommen schwierige Jahre entgegen. Überall muss gespart werden, trotzdem müssen wir durch das grosse Bevölkerungswachstum (oder sollte ich sagen Masseneinwanderung?) in sämtlichen Bereichen (Verkehr, öffentliche Dienstleistungen, Wohnungen, Energie, Sicherheit, etc.) massiv investieren, um den Lebensstandard überhaupt noch aufrecht erhalten zu können. Kurz: Wir sind bereits heute in vielen Bereichen (Sicherheit, Verkehrsnetz) am Anschlag.

Zudem droht ein scheitern des "Versuchsprojekt" Euro und EU. Bräche der Euro zusammen, so würde auch die Schweiz betroffen sein. Bräche die EU auseinander, so wären wir in vielen Bereichen wieder auf uns alleine gestellt. Die Schweiz muss deshalb alles daran setzen, die Neutralität und Souveränität zu verteidigen. Denn beides wird bereits seit längerer Zeit schleichend aufgeweicht.

Deshalb gilt es wieder klare Zeichen zu setzen. Die Schweiz gehört nicht in die EU, und schon gar nicht soll dies auf schleichendem Wege geschehen.

Durch die Schwächung von Mitte-Rechts bei den Wahlen 2011 wurde das Gegengewicht zu den Euroturbos und regulierungswütigen Mitte-Links Parteien massiv geschwächt. Ich ahne nichts Gutes für die kommende Legislatur was die Parlamentsbeschlüsse betrifft.

Dann muss wohl halt wieder einmal das Volk entscheiden. Ich wünsche uns für die kommenden Jahre viel Glück und Kraft - wir werden es brauchen.

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