Ferieninitative - ein starres Gebilde auf Verfassungsebene?

Wenn man bedenkt wie schön es doch wäre, noch eine Woche mehr im Jahr an den Strand zu liegen, Ski fahren zu gehen oder einfach zu Hause faul rumzuliegen, ja da käme man wohl in die Versuchung zu sagen, die Ferieninitiative sei eine gute Sache. Jedoch scheint fraglich zu sein, warum wir nun jetzt auf einmal mehr Ferien benötigen. Gibt es wirklich sachgerechte Argumente dafür, dass mehr Ferien gebraucht werden?

Die Initianten begründen ihr Anliegen damit, dass der Stress in den letzten Jahren stark angestiegen sei und deshalb als Ausgleich mehr Ferien gewährt werden müssen, damit der Arbeitnehmer sozusagen die Work-Balance wieder finden kann. Gut die Ansicht, dass die Ferien als Ausgleich dienen ist ja nicht ganz neu, gemäss OR stehen den Arbeitnehmenden 4 Wochen Ferien im Jahr zu Verfügung – heute ist es aber so, dass es in vielen Branchen üblich ist, dass sogar noch mehr Ferien gewährt werden. So kommen die Beschäftigten in der Bauwirtschaft und in der chemisch-pharmazeutischen Industrie in den Genuss von 5 Wochen Ferien im Jahr – andere Branchen kennen je nach Alter sogar noch grosszügigere Lösungen. Es zeigt sich, dass es wohl in vielen Berufsgruppen schon den „geforderten“ Ausgleich gibt und das es wohl wichtig scheint, selbst die Bedingungen festzulegen zu können.

So sieht man nicht nur zufriedene Gesichter auf der Arbeitnehmerseite, sondern auch auf der Arbeitgeberseite. Denn eine „starre“ Regelung auf Verfassungsebene in einer Zeit des stetigen Wandels, macht nicht viel Sinn und würde wahrscheinlich jetzt gerade so manchem KMU so ziemlich zu schaffen machen.

1 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.


Mehr zum Thema «Initiativen»

zurück zum Seitenanfang