Nächste Woche ist es wieder soweit: Vom 25. bis 29. Januar 2012 trifft sich die politische und wirtschaftliche Elite der Welt...

... mit dem Anspruch, die Ausrichtung der Weltwirtschaft und damit die Geschicke aller anderen zu bestimmen.

Die 3500 Unternehmensführer, Staatsvertreterinnen, Wissenschaftler und sogenannt hochrangige Kulturträgerinnen kommen zu diesem exklusiven Treffen unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen zusammen, die von der Bevölkerung finanziert werden. Wie jedes Jahr ist der Kurs erzneoliberal. Perverse Vorschläge zur globalen Wasserprivatisierung oder die Liberalisierung des Rohstoffhandels zur Spekulation geben den Ton an. Umso zynischer scheint da die läppische Reaktion auf das offensichtliche Scheitern des Globalkapitalismus, denn gütigerweise fasst das Programm WEF 2012 die „Transformation des Kapitalismus“ ins Auge. Systemwechsel? Nein, alter Wein in neuen Schläuchen!

An Sitzungen unter Ausschluss der Gesellschaft verhandelt und beschliesst dieses mächtigste Prozent über das Schicksal der restlichen 99% dieser Welt. Diese Exklusivität ist höchst problematisch, weil in diesen Machtzirkeln auf undemokratische Weise wichtige Entscheide getroffen werden, die eine Mehrheit der Menschen betreffen. So widerspricht diese Zusammenkunft diametral dem Grundgedanken der Demokratie: Die wirtschaftliche und finanzielle Machtkonzentration auf eine kleine privilegierte Minderheit führt zu einer Diktatur über die grosse Mehrheit. Es gilt nicht mehr das Motto One person one vote, sondern one dollar one vote. Dies wollen wir ändern.

Es sind die Entscheide von wenigen die uns in die Krisen der letzten Jahre geführt haben und nun geben die gleichen Leute vor auch die Lösung für diese Probleme zu sein. Dies ist der falsche Weg, denn er ist undemokratisch und zynisch. Demokratie ist nicht nur der richtige Weg für die arabischen Staaten, sondern auch im Westen wieder dringend notwendig. Und zwar in allen Lebensbereichen: Politik, Gesellschaft, Wirtschaft. Und damit steht Demokratie auch im Widerspruch zum Kapitalismus, dem jedes Jahr die selbsternannte Elite hier in Davos huldigt.

Die JUSO ruft dazu auf, sich gegen die Macht der Konzerne, korrupte Eliten und käufliche Politikerinnen zu wehren und sich am Protest zu beteiligen.

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