Die KVF des Ständerates nimmt SP Zebrastreifen-Antrag wieder auf

Angesichts der im internationalen Vergleich hohen Anzahl von Unfällen auf Schweizer Fussgängerstreifen hat die Verkehrskommission des Ständerates beschlossen, dass das Thema Zebrastreifen künftig Sache des Bundes sein soll. Dieser soll in Zusammenarbeit mit den Kantonen bauliche Vorgaben für die Ausgestaltung von Fussgängerstreifen erlassen können. Dazu will die KVF-S einen zusätzlichen Artikel 6a in Via Sicura einfügen.

Genau dies habe ich in der letzten Session mit einem Einzelantrag an genau gleicher Stelle gefordert. Ich unterlag jedoch knapp mit 98 zu 83 Stimmen. Da die Verkehrskommission der Ständerates das Anliegen nun einstimmig unterstützt, stehen die Chancen sehr gut, dass diese für den Schutz der FussgängerInnen unumgängliche Massnahme doch noch Eingang in Via Sicura findet.

Rund die Hälfte der 45 000 Fussgängerstreifen in der Schweiz entspricht nicht den sicherheitsspezifischen Baunormen. Dieser Mangel ist die wichtigste Ursache für die vielen Unfälle auf Schweizer Fussgängerstreifen. Mit einer konsequenten Umsetzung sicherer Baunormen könnte die Hälfte dieser Unfälle vermieden werden, schätzen Experten.

Die Kantone und Gemeinden wissen, welche Fussgängerquerungen gefährlich sind. Allzu oft aber führt erst ein Unfall zu einer Anpassung an die geltenden Normen und somit zur nötigen Sicherheit. Für eine gesamtschweizerische möglichst rasche Sanierung von Zebrastreifen ist eine entsprechende Kompetenz des Bundes eine wichtige Voraussetzung.

Rund 200 Millionen Franken würde die Anpassung der Zebrastreifen an die geltenden Normen kosten. Das damit vermiedene menschliche Leid lässt sich nicht beziffern, der volkswirtschaftliche Nutzen dieser Investition hingegen schon: Unfälle von FussgängerInnen belasten die Volkswirtschaft jährlich mit rund 250 Millionen Franken.

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