Schweizer Führungriegen einmal mehr demaskiert wie damals bei Swissair! - Licht in die Dunkelkammer SNB!

Wer glaubte, dass man in der Schweiz aus dem Swissair-Debakel etwas lerne, sieht sich u.a. nach dem UBS-Beinahe-Bankrott heute im Fall der Schweizer Nationalbank einmal mehr getäuscht, denn:

a) Kriterien für die Auswahl der SNB Bankratsmitglieder unterscheiden sich
mitnichten von damals bei der Swissair, Parteibuch und Klientel-Wirtschaft ist das Mass aller Dinge; auch dieser "Augiasstall" müsste ausgemistet werden;

b) Frau Bundesrätin Widmer-Schlumpf stellt sich im Einlang mit dem Bankratspräsidenten hinter Hildebrand im Wissen um das inkriminierdende Email des Bankberaters; auch ihre Glaubwürdigkeit schwindet, zumal sie plötzlich nichts mehr von einer Untersuchung wissen will;

c) der Bundesrat leht sich bequem zurück und will sich bis im Spät-Frühling Zeit lassen, einen neuen SNB-Präsidenten zu wählen, den Bankrat kritisch zu durchleuchten und die Reglemente anzupassen;

d) der Bundesrat setzt eine Expertengruppe ein, nimmt seine ihm obliegende Führungsrolle nicht wahr, schiebt die Führungsverantwortung auf Experten ab;

e) der Bundesrat nimmt in Kauf, dass die kleine Schweiz international immer mehr an Respekt verliert, kein Wunder ist das Bankkundengeheimnis heute ausgehöhlt und liefern die Banken in vorauseilendem Gehorsam Bankkundendaten ab;

f) Bankrat, Bundesrat und selbst SVP- und SP-Politker billigen, dass Hildebrand
weiterhein Lohn bezieht, als ob er verarmen würde.

Dieser Katalog liesse sich beliebig weiterentwickeln. Im Übrigen darf man gespannt sein, ob Hildebrand wirklich nur wie bis heute eingestanden mit Devisen handelte oder aber ob er dies nicht schon auch in den Vorjahren tat?
Sein Rücktritt könnte vorsorglich auch daduch bedingt gewesen sein. Es wird sich weisen müssen ob wir darüber je erfahren oder aber ob Bundesrat und Bankenrat erneut alles unter den Teppich zu kehren trachten.

Fest steht für mich weiter, dass die SNB-Führung die ihr zugestandene Unabhängigkeit missbrauchte, es gehört nun Licht in diese Dunkelkammer!

Fest steht, dass die schon bei der Swissair herrschende Unkultur in den Teppichetagen der Schweiz nicht auszurotten ist, dass Arroganz und Abzockerei ungebremst weiterleben, derweil immer mehr Personen des Mittelstandes und Familien finanziell unten durch müssen, was immer mehr auf eine Spaltung unserer Gesellschaft hinausläuft, was wiederum für die direkte Demokratie
tötlich sein kann. Die Schweiz braucht endlich wieder mehr mutige Persönlichkeiten, die Klartext reden, etwas das Christoph Blocher bei aller Kritik zuzubilligen ist. Auf ihn hören denn auch die Medien, auch wenn die Kommentare nicht immer schmeichelhaft ausfallen, was Blocher zwar geradezu schmeichelt und wohl auch liebt.

Wir wackeren Bürger von Attinghausen müssen wie die Stauffacherin wieder häufiger und hörbarer vor die Türe treten und uns laut vernehmlich
äussern! Die Zeit des Schweigens und Verschweigens ist vorbei!
Nur Mut liebe MItbürgerinnen und Mitbürger!

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