Viel Pflichten und wenig Rechte - Das Recht auf Arbeit ist ein Menschenrecht - Bei welcher Institution kann es eingeklagt werden?

Um meine Existenz zu bestreiten, brauche ich Geld. Entweder besitze ich Geld, oder ich muss es fortwährend verdienen.
Der Staat schreibt mir diverse Steuern und Abgaben vor, die ich bestreiten muss, ob ich will oder nicht. Steuern, Gebühren und Krankenkasse sind keine Option, sondern eine Pflicht.
Übe ich um meine Existenz zu beschreiten, eine gewerbliche Tätigkeit aus, muss ich diverse Einschränkungen akzeptieren. Ganz zu schweigen von einer Wulst an Vorschriften, die ich zu beachten habe.
Habe ich kein Geld und entschliesse mich notgedrungen auf der Gasse zu leben, funkt mir schon wieder Vater Staat dazwischen, den er verlangt das ich irgendwo angemeldet bin. Mir irgendwo im Wald eine Hütte zu bauen, ist auch verboten.
Das ganze System basiert auf Geld. Ohne Geld kann man in der Schweiz nicht leben. Der Staat zwingt mich zur Geldbeschaffung. Wenn ich kein Geld besitze, muss ich entweder Arbeiten gehen oder die Sozialhilfe beanspruchen. Finde ich keinen Job, habe ich die Wahl zwischen der Sozialhilfe oder einer kriminellen Tätigkeit.
Dieses System hat einen grossen Fehler: Der Staat zwingt mich zu Arbeiten aber das Recht auf einen Arbeitsplatz räumt er mir nicht ein. Ich habe unzählige Pflichten, die einen Haufen Geld kosten, aber ich habe kein Anrecht auf einen Arbeitsplatz.
Finde ich in Zukunft keinen Job, habe ich die Wahl zwischen Sozialhilfe oder Kriminalität, aber keines davon will mir so recht schmecken. Nach hunderten von Bewerbungen, die leider ohne Echo geblieben sind, frage ich mich, was ich noch soll. Ohne Arbeit kein Geld, ohne Geld kein Leben.

Artikel 23 - Recht auf Arbeit und gleichen Lohn, Koalitionsfreiheit

  1. Jeder Mensch hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf angemessene und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz gegen Arbeitslosigkeit.
  2. Alle Menschen haben ohne jede unterschiedliche Behandlung das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit.
  3. Jeder Mensch, der arbeitet, hat das Recht auf angemessene und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert und die, wenn nötig, durch andere soziale Schutzmassnahmen zu ergänzen ist.
  4. Jeder Mensch hat das Recht, zum Schutze seiner Interessen Berufsvereinigungen zu bilden und solchen beizutreten.

So weit so gut, ich frage mich nur noch, bei welcher Institution ich mein Recht auf Arbeit einklagen kann.

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