Spiel mit dem Feuer!

Vorausgeschickt sei, dass m. E. Philipp Hildebrand sich nicht länger als Präsident des SNB-Direktorium halten liess, denn seine/ seiner Gattin Devisengeschäfte zudem über sein Konto waren eine unverständliche Ungeschicklichkeit, ritzten objektiv betrachtet seine Glaubwürdigkeit in einem gemessen an der Bedeutung seiner Position zu hohen Masse. Auch war die Kommunkation der SNB alles andere als klug.
Ob aber dieser Umstand eine der gröbsten Verletzung des Bankunden-geheimnisses rechtfertigt, ist mehr als nur zu bezweifeln, vielmehr hat diese
Vorgehensweise ganz klar polit-ideologische Hintergründe, denn jene Kreise waren schon seit Langem daran, den Ast von Hildebrand an- und abzusägen.

Der Fall Hildebrand dürfte sich erledigt haben, dürfte aber nun zum Fall Lei bzw. B. bzw. SVP werden; hier besteht jedenfalls Handlungsbedarf für Justiz und Politik. Die von der SVP verlangte PUK ist zu begrüssen, könnte aber zum Bumerang für die SVP werden, kein Wunder ist die SP unverzüglich aufgesprungen.

Weiter ist die aktuelle personelle Besetzung des SNB-Bankrats, der eine schlechte Figur machte, zu hinterfragen, wobei dann nicht vor der kritischen Legitimations-Prüfung des SVP-Bankrats-Mitglieds, welchem die Kompetenz dazu schlicht abzusprechen ist, Halt machen darf.

Entscheidend aber für Schweizer Finanzplatz und Volks-Wirtschaft ist, dass trotz dieser Turbulenzen die Unabhängigkeit der SNB gewahrt bleibt. Politker haben im Bankrat nichts mehr zu suchen, es braucht Persönlichkeiten die auf gleicher Augenhöhe mit den Direktionsmitgliedern agieren können. Wichtig nun, dass das Vakuum an der SNB Spitze rasch behoben wird.

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