Asymmetrische Krisen

Das 21. Jahrhundert ist das Jahrhundert der asymmetrischen Bedrohungen.
Das 21. Jahrhundert begann mit dem Anschlag auf das World Trade Center in New York. 9/11 folgte ein asymmetrischer Krieg in Afghanistan der auf der ganzen Welt seine Spuren hinterlässt.
Die Wirtschaftskrise, die mit der Finanzkrise im Februar `08 begann, hat ähnliche Züge wie der globale Terrorismus. Der Feind ist überall, niemand kennt ihn und er kann jederzeit irgendwo zu schlagen. Gestern war er in Afghanistan/Pakistan, morgen ist er in Somalia und wo er übermorgen ist, weiss niemand.
Die Finanzkrise ist so schwer zu bekämpfen, weil alles mit allem zusammenhängt. Das Finanzsystem ist ein wie ein altersschwaches Fass. Sobald ein Loch gestopft ist, geht das Nächste auf.

Krisenkaskade

Die Wirtschaftskrise ist Krisenkaskade. Jede Firma gerettet wird, gebiert zwei Firmen, die gerettet werden müssen. Der Kampf gegen die Krise ist ein Kampf gegen eine Hydra, bei der für jeden abgeschlagenen Kopf zwei Köpfe nachwachsen.
Die Schulden für die Rettung der Wirtschaft reissen die USA, Japan und Europa in den Abgrund. Der Tag, an dem der Schuldendienst das Bruttosozialprodukt übersteigt, ist nicht fern.
Der Schuldendienst ruiniert die reichen Länder und macht die Armen noch ärmer.
Die Schweiz hängt von ihren Nachbarn und der USA ab. Geht es den Deutschen und Amerikaner schlecht, geht es wenig später auch den Schweizern schlecht.

Schuldenkaskade

Ein gesunder Organismus kann sich selber erhalten. Die Staaten haben diese Fähigkeit verloren. Die Ausgaben übersteigen die Einnahmen um das Vielfache.
Die planlose Rettung der maroden Wirtschaft zerstört die Fähigkeit der Selbsterhaltung. Die Frage: „Was ist schlimmer eine temporäre Einbusse oder der Verlust der Fähigkeit sich selber zu erhalten?“ beantwortet sich von selber.
Das Ende der Schuldenwirtschaft ist im Gegensatz zu ihren Folgen nicht abzusehen.

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