Die Umsetzung des Integrationsartikels (Art 17) fordert in der nächsten Legislatur ein gutes Gespür und zusätzliche Mittel, um nicht mit Scherbenhaufen zu enden.

Integration soll nicht nur Vision und Wunsch sein sondern wo immer möglich erfolgen. Es ist wichtig, dass sich alle Menschen in unserer Gesellschaft aufgenommen fühlen und wir gemeinsam ein Ganzes bilden.

Der Integrationsartikel ist die Bestrebung, gesetzlich die Integration in der Schule einzufordern. Dies ist vom Grundsatz her richtig. Die Umsetzung hat jedoch verschiedene Konsequenzen auf die Ressourcen der Lehrer/Betreuer, Räume zum individuellen Arbeiten..... Es fordert von den Lehrer viel Engagement und Kreativität um die individuellen Niveauunterschiede einer Klasse ebenfalls individuell zu fördern und fordern.

Vom Kanton wird die Schulmodellfrage noch zu klären sein (integratives Schulmodell) und die Ressourcenfrage der Lehr- und Betreuungskräfte.

Damit das Projekt in seiner Umsetzung nicht scheitert, darf hier keine Sparaktion durchgeführt werden, ja müssen zusätzliche Mittel bereitgestellt werden.
Es darf nicht sein, dass durch den Verzicht auf Sonderschulen, zukünftig Kinder, welche die Integration nicht schaffen, vermehrt als Behinderte ausgesondert werden und in Sonderschulheimen und später in geschützten Werkstätten eine Ausbildung machen.

Dem Projekt ist viel Aufmerksamkeit zu geben, denn wenn es scheitert, wird es in einigen Jahren ein Vielfaches den Steuerzahler kosten.

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