6 Wochen Ferien geben Raum für mehr ehrenamtliche Arbeit, sinnvolle Nebentätigkeiten und kreatives Unternehmertum.

Sämtliche wirtschaftlichen Debatten und politischen Vorhaben der Moderne drehen sich um Arbeitsplätze. Auch die Krisenangst ist vornehmlich eine Angst um den eigenen Arbeitsplatz und damit um die Lebensgrundlage. Obwohl heute die meisten Menschen in der Schweiz sowohl ihre Arbeit, wie auch ihre Arbeitsstelle frei ausgesucht haben, empfinden viele die Arbeit als Arbeitsleid. Es stellt sich die Frage ob wir arbeiten um zu leben, oder ob wir leben um zu arbeiten.

Während die einen am liebsten ihre Arbeitszeit, mit demselben Lohn, etwas zurück schrauben möchten, arbeiten andere freiwillig Überstunden. Wer mit seiner Arbeit wirklich glücklich ist, der würde diese auch tun, wenn er kein Geld dafür verdient oder wenn er sogar dafür bezahlen müsste. Dies betrifft nur die Minderheit der Bevölkerung wie etwa, Unternehmer, Ärzte, Theologen, Sozialarbeiter, Wissenschaftler, Lehrer und der gleichen. Die grosse Mehrheit jedoch, würde kaum kostenlos ihre Arbeit machen.

Da der Job meistens den Arbeitern nur als Mittel zum Zweck dient, muss die Freizeit als kreative Entfaltungs- und Arbeitsmöglichkeit hinhalten. In der Freizeit fühlt man sich frei von äusseren Zwecken, es ist die Zeit des Spielens. Freizeit und Ferien sind die einzige Möglichkeit zweckfrei, aber nicht unbedingt sinnlos, zu wirken.

So gibt es viele Menschen, welche neben der Arbeit Freiwilligenarbeit leisten. Sei es als Vater oder Mutter in der Familie, ehrenamtliche Arbeit in sozialen Institutionen, als Leiter in Jugendcamps, in der freiwilligen Feuerwehr, der Politik oder in anderen Vereinen.

Diese Tätigkeit darf Volkswirtschaftlich nicht unterschätzt werden. Wer denkt, dass der Mensch nach Feierabend nicht mehr kreativ und produktiv ist und volkswirtschaftlichen Ertrag bringt, der irrt sich. Natürlich fliesst freiwilligen Arbeit nicht in das Bruttoinlandprodukt (BIP), was aber zeigt, dass das BIP eben nur bedingt die Lebensqualität in einer Gesellschaft widerspiegelt.

Andere nutzen die Freizeit/ Ferien um sich weiterzubilden. Bücher lesen, Reisen, Museen besuchen usw. usf. Auch diese Weiterbildung darf volkswirtschaftlich nicht unterschätzt werden, bringt sie doch in der Zukunft realen Ertrag.

Dass Menschen, welche von ganzem Herzen für ihre Arbeit leben (wie z.B. Berufspolitiker, und weitere oben bereits genannte Berufe), die künstliche Unterscheidung zwischen Arbeit und Freizeit nicht kennt ist mir durchaus bewusst. Diese Menschen werden selbstverständlich gegen diese 6 Wochen Ferien stimmen, da sie diese schlicht nicht brauchen um sich kreativ und erfüllend wirken zu können.

Für alle anderen können 6 Wochen Ferien (frei verfügbare Zeit) eine gute Gelegenheit sein unternehmerisch tätig zu werden und positiv auf die Gesellschaft zu wirken.

Ausführliches zum Thema habe ich auf meinem Blog veröffentlicht: http://www.matthiasteh.ch/blog.html

Weitere Gründe für 6 Wochen Ferien wurden bereits genannt:

  • Erholung
  • Familie
0 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.


Mehr zum Thema «Arbeitsregelungen»

zurück zum Seitenanfang
  • Copyright © Politnetz AG 2009–2017
  • Impressum
Release: production