Wieso die Volksinitiative "Schutz vor Passivrauchen" nötig ist.

Wissenschaftliche Studien zeigen deutlich: Wer den Tabakrauch anderer einatmen muss, riskiert, häufiger eine Krebsdiagnose gestellt zu bekommen, einen Herzinfarkt zu erleiden oder ernsthaft an den Atemwegen zu erkranken. Niemand soll diesen – vergleichsweise leicht vermeidbaren – Risiken am Arbeitsplatz oder in öffentlich zugänglichen Innenräumen ausgesetzt sein. Leider ist aber genau dies heute der Fall, denn das Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauchen lässt weiterhin zu, dass Serviceangestellte in Raucherlokalen und in bedienten Fumoirs arbeiten und somit passiv mitrauchen müssen. Studien zeigen, dass wer acht Stunden im Tabakrauch arbeitet, dieselbe Menge Nikotin einatmet, wie wenn er oder sie 15 bis 38 Zigaretten selber geraucht hätte.

Um die Lücken im Bundesgesetz zu schliessen, setzt sich die Lungenliga, gemeinsam mit der Allianz «Schutz vor Passivrauchen» - bestehend aus über 50 Organisationen - für die eidgenössische Volksinitiative «Schutz vor Passivrauchen» ein. Diese verlangt, dass alle Innenräume, die als Arbeitsplätze dienen oder öffentlich zugänglich sind, in der ganzen Schweiz rauchfrei werden. Unbediente Fumoirs wären weiterhin möglich, solange sie nicht als Arbeitsplatz dienen. Diese Lösung kennen heute bereits die Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Freiburg, Genf, Neuenburg, St. Gallen, Waadt und Wallis.

Die Volksinitiative «Schutz vor Passivrauchen» ist nötig, um alle Arbeitnehmenden – auch das Servicepersonal – wirksam vor den gesundheitlichen Risiken des Passivrauchens zu schützen, sowie das Wirrwarr an kantonalen Regelungen zu beenden und eine schweizweit einheitliche Regelung zu schaffen. Das Anliegen der über 50 Organisationen ist keine extreme Forderung. Bereits heute wird diese Lösung in der Romandie, in den Kantonen Basel-Land, Basel-Stadt und St. Gallen und in zahlreichen europäischen Ländern umgesetzt. Umfragen in der Bevölkerung zeigen, dass die Zufriedenheit nach der Einführung der rauchfreien Gastronomie sehr hoch ist und sogar noch steigt. Wer den Genuss von rauchfreien Innenräumen kennt, will nicht mehr darauf verzichten.

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